Tiere in Miet­wohnung Meldung

Vermieter dürfen Hunde und Katzen nicht generell verbieten. Pauschale Klauseln im Miet­vertrag wie „Keine Hunde und Katzen“ sind unwirk­sam, urteilte der Bundes­gerichts­hof (Az. VIII ZR 168/12). Das würde auch Tiere betreffen, deren Haltung die Nach­barn nicht beein­trächtigt oder die aus besonderen Gründen gehalten werden, zum Beispiel für die Therapie eines kranken Kindes. Vermieter dürfen also keine pauschalen Verbote aussprechen. Das Halten von Hunden oder Katzen können sie aber weiterhin von ihrer Zustimmung abhängig machen. Sie müssen in jedem Einzel­fall die Interessen aller Beteiligten abwägen, auch die der anderen Hausbe­wohner. „Der Vermieter darf nicht will­kürlich seine Zustimmung verweigern“, erklärt Lukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen Mieterbunds. „Die Größe des Hundes spielt auch eine Rolle“, fügt er hinzu. Im konkreten Fall ging es um einen Hund mit nur 20 Zenti­meter Schulterhöhe. Bei großen Tieren kann es anders ausgehen.

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