Tiere füttern Meldung

„Von diesen Tieren gehen Verschmut­zungs- und Gesund­heits­gefahren aus,“ sagt das Amts­gericht Bonn.

Für die einen sind es nette Vögel. Andere sprechen angeekelt von „Luft­ratten“. Wenn es um Tauben geht, gibt es verschiedene Ansichten – und manchmal auch Streit. Die Auseinander­setzung einer taubenfreundlichen Mieterin mit ihrem Vermieter musste nun das Amts­gericht Bonn regeln.

90 Tauben auf dem Balkon

Eine Tierfreundin aus Bonn muss aus ihrer Miet­wohnung ausziehen, weil sie jahre­lang bis zu 90 Stadt­tauben auf ihrem Balkon gefüttert hatte. Ihr Vermieter reichte jetzt eine Räumungs­klage ein. Das Amts­gericht Bonn gab ihm recht (Az. 204 C 204/17). Die Fütterung der Tauben sei für die Nach­barn eine erhebliche hygie­nische und akustische Belästigung, argumentierte das Gericht.

Nach der Kündigung kam die Räumung

Die Frau wohnte seit dem Jahr 1999 in dem Mehr­familien­haus. Zunächst hatte sie acht Brieftauben in einer Voliere auf dem Balkon gehalten. Weil sie zusätzlich noch bis zu 90 wildlebende Tauben anfütterte und sich Ratten ansiedelten, forderte der Vermieter sie auf, diese Zustände zu ändern. Als sie dies nicht tat, kündigte er ihr frist­los. Da sie nicht auszog, ordneten die Richter jetzt die Räumung an.

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