Formalitäten bei der Einreise

Hunde dürfen nicht einfach so nach Deutsch­land einreisen. Je nach Herkunft müssen sie Auflagen erfüllen. Detaillierte Informationen über die Einreise­bestimmungen aus verschiedenen Ländern lesen Sie im Abschnitt Hunde und Katzen über die Grenze bringen.

Auf eigene Faust

Privatleute dürfen nicht mehr als fünf Tiere über die Grenze bringen. Das wichtigste Dokument für Reisen inner­halb Europas ist der EU-Heimtier­ausweis. Den gibt es, wenn das Tier gechippt und gegen Toll­wut geimpft ist. Der Besitzer und die im Mikrochip hinterlegte Nummer des Tieres müssen einge­tragen sein. Auch Datum und Gültig­keits­dauer der Toll­wut­impfung müssen genannt sein. Den Ausweis stellen Tier­ärzte aus.

Über einen Verein

Bringt ein Tier­schutz­ver­ein Haustiere ins Land, sollten die zukünftigen Besitzer auf Folgendes achten:

Schutz­vertrag. Hunde oder Katzen sollten nur mit schriftlichem Vertrag abge­geben werden. Es sollte geregelt sein, dass der Verein das Tier bei Problemen zurück­nimmt. Üblicher­weise werden auch Besuchs­termine vereinbart, um die Unterbringung zu über­prüfen und den neuen Besitzern bei Fragen zu helfen.

Papiere. Auch gemeinnützige Vereine brauchen die Erlaubnis nach Paragraf 11 Tier­schutz­gesetz, um Tiere nach Deutsch­land zu holen. Jeder Trans­port in der EU muss vom Herkunfts­land über das elektronische Melde­verfahren „Traces“ an die deutschen Behörden gemeldet werden. Interes­senten sollten sich Erlaubnis und Traces-Meldung vorlegen lassen. Vereine sind nicht zur Auskunft verpflichtet, sollten aber trans­parent arbeiten.

Gesundheit. Aus den Unterlagen sollte klar hervorgehen, ob Verletzungen fest­gestellt und behandelt wurden und ob Hunde auf Mittel­meerkrankheiten getestet wurden. Im Impf­pass sollten neben der obliga­torischen Toll­wut­impfung auch Impfungen gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Leptospirose und Zwingerhusten einge­tragen sein, rät die Tier­ärzt­liche Vereinigung für Tier­schutz.

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