Tier­arzt Meldung

Viele Meer­schweinchen werden kastriert.

Wer nach einem Kunst­fehler Geld vom Tier­arzt fordert, muss ihm den Fehler nach­weisen. Doch das ist meist schwierig. Ein Ehepaar verlangte 878 Euro Behand­lungs­kosten sowie Schaden­ersatz. Das Paar hatte zwei Meer­schweinchen kastrieren lassen. Nach elf Tagen ging es Jack und Socke so schlecht, dass eine erneute Operation nötig war. Neun Tage danach kamen sie in eine Tierklinik, wo Socke starb. Das Paar gab der Ärztin die Schuld. Die jedoch hielt dagegen, der Grund seien mangelnde Hygiene und schlechte Wund­versorgung zuhause. Dies schien dem Amts­gericht Hannover nicht unwahr­scheinlich, denn das Paar hatte die Tiere nach der Kastration mit nach Hause genommen. Für bewiesen hielt das Gericht den Behand­lungs­fehler daher nicht (Az. 565 C 11976/14).

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