Pizza aus der Gefriertruhe ist unschlagbar praktisch: Packung auf und ab in den Ofen. Nach etwa 12 Minuten steht der mit Tomaten, Pilzen, Salami, Schinken und Käse belegte Teig auf dem Tisch. Doch mit einer frischen Pizza aus der Pizzeria - mit knusprigem Boden, luftigem Rand und leckerem Belag - haben die Tiefgekühlten nur wenig gemein. Im Gegenteil: Ein Gaumenschmaus sind die fertigen Pizzen nicht. test.de vergleicht 18 Tiefkühlpizzen Speciale.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test Pizza.

Harte Böden

Von 18 Pizzen sind nur drei „gut“: Dr. Oetker Ristorante Pizza Speciale, Original Wagner Steinofen-Pizza Speciale und Alberto Steinofenpizza Speciale. Alle anderen sind befriedigend oder ausreichend. Ein Ärgernis sind häufig die Böden. Nicht selten werfen sie große Luftblasen, auf denen allenfalls Tomatensoße haftet. Nach dem Backen laut Herstellerangaben sind viele Böden trocken und hart statt knusprig. Die Mamma Gina Speciale von Netto war schon beim Auspacken an der Unterseite verbrannt - nach dem Backen schmeckte die Pizza brandig. Die Eismann-Pizza schaffte immerhin das „Kunststück“, einen teigig-klebrigen Boden bei gleichzeitig harter Unterseite zu liefern. Doch auch Pizza mit rohem Teig ist nicht optimal. Eine der beiden Rohteigpizzen im Test kam sogar mit richtig harter Unterseite aus dem Ofen.

Mängel im Geschmack

Bei manchen Pizzen stimmt auch der Belag nicht. Teilweise sind sie ungleichmäßig belegt: Salami und Käse liegen auf der einen Seite, Champignons auf der anderen oder ein zu breiter äußerer Rand bleibt frei. Weitere Mängel bei den Zutaten sind: glibbrige Champignons (Eismann), trockener und zäher Belag (Plus), wässrige Pilze (Rewe und Lidl). Bei der Pizza von Aldi Süd hat der Schinken einen säuerlichen Geschmack, bei der von Netto gilt das für Schinken und Pilze und die Kaufland-Pizza schmeckt im Ganzen säuerlich. Von italienischer Gaumenfreude also keine Spur. Kleiner Trost: Fast alle Pizzen sind mikrobiologisch und chemisch einwandfrei.

Reichlich Fett und Salz

Nicht nur unter kulinarischen Aspekten, sondern auch aus ernährungsphysiologischer Sicht sind Tiefkühlpizzen wenig erfreulich. Sie bringen reichlich Fett und Kalorien auf den Teller. Schwergewichte im Test sind Dr. Oetker Ristorante und Bofrost Bellissima. Beide enthalten fast 45 Gramm Fett und haben 890 beziehungsweise sogar 1 044 Kilokalorien. Damit sind beide Pizzen zu gehaltvoll für eine Hauptmahlzeit. Vorschlag für Figurbewusste: Teilen Sie die Pizza. Darüber hinaus enthalten elf Pizzen mehr Salz als für einen Erwachsenen pro Tag empfohlen ist.

Fettarm schmeckt fade

Fettreduzierte Pizzen sind keine wirkliche Alternative. Die beiden im Test haben zwar nur halb so viel Fett wie die Schwergewichte, aber nicht wesentlich weniger Kalorien. Die Dr. Oetker Ristorante Pizza Speciale - 50% Fett enthält knapp 700 gegenüber 890 Kilokalorien der fettreichen Normalversion. Hauptmanko der fettarmen Pizzen jedoch: Sie schmecken oft fade, obwohl die Hersteller zum Teil Aromastoffe zusetzen. Kein Wunder: Fett ist ein Geschmacksträger. Mit weniger Fett entfalten sich die Aromen schlechter.

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