Tiefkühlkost Meldung

Heute ist der Tag der Tiefkühlkost. Denn am 6. März 1930 gingen die ersten Tiefkühlgerichte in den Verkauf. Mittlerweile verzehren die Deutschen etwa 40 Kilogramm Tiefkühlkost im Jahr. test.de beantwortet die wichtigsten Fragen zur kalten Kost.

Sind Tiefkühl-Fertiggerichte ungesund?

Antwort: Das lässt sich nicht pauschal beantworten, da auch Tiefkühl-Fertiggerichte unterschiedliche Rezepturen haben. In unserem aktuellen Test von Tiefkühl-Nudelgerichten zum Beispiel gibt es große Unterschiede beim Fett- und auch beim Salzgehalt. Es lohnt sich also, wenn Sie die Nährwerte vergleichen und dabei auch darauf achten, wie viel Fett Sie bei der Zubereitung noch hinzugeben. Denn Sie können viel selbst beeinflussen: Mit einem Esslöffel Öl statt zwei sparen sie schon 12 Gramm Fett und 100 Kilokalorien. Wenn Sie diese Nudelgerichte selbst kochen, sind sie nicht unbedingt fettärmer: In Nudeln mit Käse-Sahne-Soße gehört nun mal Sahne, und Fett gehört auch in ein Bami Goreng zum Anbraten.

Was ist besser: Frisches oder tiefgekühltes Gemüse?

Antwort: In Punkto Vitamingehalt ist Tiefkühlgemüse vorn. Wenn das Gemüse direkt nach der Ernte gefroren wird, bleiben mehr Vitamine erhalten, als wenn es mehrere Tage im Handel und auch noch zu Hause gelagert wird. Das zeigt eine Studie der Universität Hamburg gemeinsam mit der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften aus dem Jahr 2007. Bei tiefgekühlten Bohnen, die ein Jahr bei minus 18 Grad gelagert wurden, lag der Vitamin C-Gehalt noch bei 80 Prozent. Wenn sie Bohnen hingegen im Kühlschrank aufbewahren, gehen bereits nach wenigen Tagen über 60 Prozent Vitamin C verloren. Auch beim beliebtesten Tiefkühl-Gemüse der Deutschen, dem Spinat, enthält der tiefgekühlte mehr Vitamin C als die oft schon ein paar Tage alte Supermarktware Test von Spinat. Und auch bei Fertig-Rotkohl hängt der Vitamin-C-Gehalt stark von der Verarbeitungsart ab. So zeigte beispielsweise der Test von Tiefkühlrotkohl: Wird der Kohl rasch nach der Ernte eingefroren, enthält er durchschnittlich 23 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm. Rotkohl in Gläsern und Beuteln kann hingegen nur knapp ein Drittel davon bieten. Er überzeugte im Test auch insgesamt qualitativ nicht so sehr wie tiefgekühlter Apfelrotkohl.

Sind teure Tiefkühl-Produkte besser als günstige?

Antwort: Das ist mitunter der Fall. Die besten Gerichte im Test von Nudelgerichten beispielsweise sind Markenprodukte. Sie kosten mit zwei bis drei Euro pro 400 Gramm Portion auch mehr als Produkte vom Discounter, die etwa einen Euro pro 400 Gramm Portion kosten. In dieser Preisklasse gibt es zwar auch insgesamt gute Produkte, aber keines, dass in Aussehen, Geruch und Geschmack „sehr gut“ abschneidet wie die teureren Markenprodukte. Ein ähnliches Bild bot sich auch beim Test von Aufbackbrötchen: Die einzigen insgesamt sehr guten tiefgekühlten Aufbackbrötchen waren ein Markenprodukt.

Kann ich zubereitete Tiefkühlkost wieder aufwärmen?

Antwort: Generell sollten sie nur so viel zubereiten, wie Sie gerade auch essen möchten. Das bietet sich bei vielen Fertiggerichten gut an: So lassen sich bei fast allen Packungen im Test von Tiefkühl-Nudelgerichten kleine Portionen entnehmen. Wenn Sie nicht alles zubereiten, dann achten Sie darauf, dass genug gefrorene Soßenstücke im Beutel bleiben. Verschließen Sie ihn sorgfältig mit einem Clip oder Gummiband. Haben sie doch mal zu viel zubereitet, sollte das Gericht aber schnell abkühlen – und beim Aufwärmen sollten Sie es gut durcherhitzen, am besten am nächsten Tag. Vorsicht ist bei Tiefkühl-Spinat geboten: Ihn sollten Sie nicht warm halten und die Reste sorgfältig verwenden. Bleibt Spinat länger warm, verwandeln Bakterien vorhandenes Nitrat in Nitrit. Dieses kann den Sauerstofftransport im Blut behindern und auch zu krebserzeugenden Nitrosaminen führen. Spinat-Reste gehören sofort in den Kühlschrank. Rasches Aufwärmen von Resten mindert die Nitritbildung. Kinder bis drei Jahre sollten vorsichtshalber keinen aufgewärmten Spinat bekommen.

Kann ich Tiefgekühltes nach dem Auftauen wieder einfrieren?

Antwort: „Nach dem Auftauen nicht wieder einfrieren“ – so oder so ähnlich muss es auf Verpackungen von Tiefkühl-Produkten stehen. Das ist eine Vorsichtsmaßnahme. Aufgetaute Produkte sind bei längerer Zeit in Plusgraden einer erhöhten Keimbildung ausgesetzt. Damit Ihnen die Tiefkühlgerichte unterwegs nicht auftauen, transportieren Sie sie am besten im Kühlbeutel nach Hause und frieren Sie Aufgetautes tatsächlich nicht wieder ein, wenn es nicht sein muss. Bei Lebensmitteln, die vor dem Verzehr erhitzt werden müssen, spricht aber grundsätzlich nichts gegen ein Wiedereinfrieren. Allerdings schwinden dabei Nährstoffe und Vitamine.

Wie sollte ich Tiefkühlkost auftauen?

Küchenhygiene: Keine Chance den Küchen-Keimen

Antwort: Nudel-Fertiggerichte können Sie direkt aus dem Tiefkühler in die Pfanne oder die Mikrowelle tun. Auch tiefgekühlten Spinat sollten Sie am besten direkt im Topf oder in der Mikrowelle auftauen. Langsames Auftauen begünstigt das Keimwachstum. Das Tiefkühlen tötet viele Keime nämlich nicht ab, sie schlummern nur und werden wieder „aktiv“ beim Auftauen. Deshalb sollten sie dabei nicht zu viel Wärme abbekommen, das gilt vor allem für Fleisch. Es sollte besser im Kühlschrank auftauen. Da sich Bakterien besonders im Tauwasser tummeln, sollten Sie die Lebensmittel auf einem Sieb auftauen und nie in der Flüssigkeit liegen lassen. Das Auftauwasser müssen Sie wegschütten und das Fleisch gut durcherhitzen. Wie man Verderbliches im Kühlschrank korrekt aufbewahrt und Tiefkühlware auftaut, zeigt das Video.

Wie lange ist Tiefkühlkost haltbar?

Antwort: Nudel-Tiefkühlgerichte sind 12 bis 15 Monate haltbar. Länger sollten Sie sie nicht im Gefrierschrank liegen lassen, dann leidet die Qualität. Tiefkühl-Rotkohl oder –Spinat ist bis zu zwei Jahre haltbar. Der Spinat verliert aber nach fünf Monaten schon Farbe, Geschmack und Vitamine. Achten Sie auf das Mindesthaltbarkeits­datum auf der Verpackung. Gerade bei Fisch und Fleisch sollten Sie es nicht ausreizen.

Gibt es Lebensmittel, die ich nicht einfrieren darf?

Tiefkühlkost Meldung

Antwort: Besser nicht einfrieren sollten Sie rohe Kartoffeln. Sie wandeln ihre Stärke durch den Kälteaufenthalt in Zucker um und schmecken dann nicht mehr. Gurken, Radieschen und Salat, die alle drei viel Wasser enthalten, zerfallen nach dem Auftauen, werden unansehnlich und sind dann nicht mehr appetitlich. Auch Äpfel, Birnen und Quitten fühlen sich in der Tiefkühltruhe gar nicht wohl, wenn man sie im Ganzen lässt. Sie überstehen den Kälteschlaf besser geschält, entkernt und klein geschnitten in einer Zuckerlösung: Dafür müssen Sie nur Zucker in heißem Wasser auflösen, nach dem Abkühlen über die vorbereiteten Früchte geben und anschließend einfrieren. Weitere nützliche Tipps finden sie im Buch „Sehr gut haltbar machen“.

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