Tiefkühl-Nudelge­richte

Tipps

13

Tiefkühl-Nudelge­richte Testergebnisse für 24 Tiefkühl-Nudelpfannen 02/2012

Einkaufen

  • Zutaten checken. Wenn Sie Produkte ohne Aroma- und Zusatz­stoffe bevor­zugen, schauen Sie ins Zutaten­verzeichnis. Zusatz­stoffe erkennen Sie nicht nur an der E-Nummer. Viele Anbieter nennen statt der E-Nummer auch den Stoff­namen. Zum Beispiel: Säuerungs­mittel Essig­säure statt Säuerungs­mittel E 260.
  • Marketing­aussagen hinterfragen. Werbe­versprechen wie „ohne Aroma­zusatz“ oder „ohne Geschmacks­verstärker“ sollen Fertigge­richten ein natürliches Image verpassen. Vertrauen Sie Aussagen dieser Art aber nicht blind: Die Angabe „ohne Konservierungs­stoffe“ bei apetito ist beispiels­weise voll­kommen unsinnig und über­flüssig: Das Frosten macht die Fertigge­richte halt­bar.
  • Werbung versus Realität. Erwarten Sie nicht, dass alle Gerichte auf Ihrem Teller genauso appetitlich aussehen wie auf den Vorderseiten der Verpackungen. Welche nahe an die Realität heran­kommen, sehen Sie, wenn Sie in der Tabelle mit den Testergebnissen auf die jeweiligen Produkte klicken: Unter dem Stich­wort „Bilder“ finden Sie jeweils ein Foto von der Verpackung, von dem präparierten und dem zubereiteten Gericht. Zusätzlich hat test.de in einer eigenen Meldung umfangreiche Bildergalerien für alle 24 Produkte zusammen­gestellt.
  • Sparen. Kochen Sie einfache Gerichte wie Spinat-Gorgonzola-Nudeln selbst. Das ist preis­werter als das gute Marken­produkt von iglo und dazu wenig aufwendig. Bei Gerichten mit vielen Zutaten wie Bami Goreng können Sie mit einem Fertigge­richt dagegen sparen. Das gilt erst recht, wenn Sie exotische Gewürze kaufen müssen, von denen sie nur wenige benötigen. Am meisten sparen Sie gegen­über selbst­gekochtem Bami Goreng mit den guten Produkten von Lidl und Aldi (Nord).
  • Trans­portieren. Damit Ihnen die Tiefkühlge­richte unterwegs nicht auftauen, trans­portieren Sie sie im Kühlbeutel nach Hause. Einmal Aufgetautes sollten sie nicht wieder einfrieren.

Zubereiten

  • Portionieren. Aus fast allen Packungen können Sie kleine Portionen entnehmen. Wenn Sie nicht alles zubereiten, achten Sie darauf, dass genug gefrorene Soßen­stücke im Beutel bleiben. Verschließen Sie ihn sorgfältig mit einem Clip oder Gummi­band.
  • Pfanne oder Mikrowelle? Nehmen Sie bei Fleisch­gerichten die Pfanne: Beim Braten mit Fett entsteht ein Cock­tail an Brataromen, die etwa bei Bami Goreng den Charakter prägen – über­setzt heißt das indonesische Gericht „Gebratene Nudeln“. Kaum oder keine Unterschiede zwischen der Pfannen- und Mikrowellen­zubereitung gab es bei den Spinat-Gorgonzola-Nudeln und Tortellini mit Käse-Sahne-Soße.
  • Gesünder essen. Auf den Packungen empfehlen die Anbieter teil­weise Öl, Sahne oder Milch zur Zubereitung. Sie achten auf Ihre Linie? Mit einem Esslöffel Öl statt zwei sparen Sie etwa 12 Gramm Fett und damit 100 Kilokalorien. Sahne, die mindestens 30 Prozent Fett hat, können Sie durch Kochsahne mit nur 20 Prozent Fett ersetzen. Das spart bei drei Esslöffeln rund 5 Gramm Fett und 45 Kilokalorien. Fett­arme Milch statt Voll­milch zu verwenden, bringt dagegen kaum etwas.
  • Gemüse zugeben. Ist Ihnen zu wenig Gemüse im Fertigge­richt oder schmeckt es Ihnen zu salzig, geben Sie etwas ungewürztes Tiefkühlgemüse dazu.
  • Nicht zu lange lagern. Die Tiefkühlge­richte sind 12 bis 15 Monate halt­bar. Länger sollten sie nicht im Tiefkühl­schrank liegen, dann leidet die Qualität.
13

Mehr zum Thema

  • Suppen im Test Suppen aus dem Kühl­regal über­zeugen

    - Der Suppen-Markt hat sich – ganz unauffäl­lig – gewandelt. Die Fertigsuppen von heute stehen im Kühl­regal. Sie präsentieren sich als frisch, modern und gesund. Die...

  • Rezept des Monats Riesen­ravioli mit Kapern

    - Größer als der Durch­schnitt, gefüllt mit Kapern, Kräutern und Tomate, beträufelt mit zitronigem Olivenöl – aus ganz einfachen Zutaten entstehen Teigtaschen für...

  • Hummus im Test Fertig-Varianten selten so gut wie das Original

    - Sechs Zutaten hat das orienta­lische Original zu bieten: Kicher­erbsen, Sesampaste, Olivenöl, Zitrone, Knoblauch und Kreuzkümmel. Die Rezeptur ist nicht geschützt....

13 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

halsbandschnaepper am 15.02.2012 um 15:33 Uhr
Gewürze sind keine Aromen...

Gewürze sind keine Aromen...
meint die Stiftung Warentest.. Nun ja die Hersteller sehen das nicht so eng und vermischen die Bezeichnungen wild durcheinander...
Beweise fällig??
Hier ein Link zu einem Beispiel der staatlichen Website www.lebensmittelklarheit.de:
http://www.lebensmittelklarheit.de/cps/rde/xchg/lebensmittelklarheit/hs.xsl/3979.htm
Aus Aroma, wurde in dem neuen Etikett Gewürzextrakte.. ..
Und auch die Verbraucherzentrale meint:
"Bei den neuen Etiketten ist außerdem das „Aroma“ verschwunden und dafür „Gewürzextrakte“ hinzu gekommen. Verbraucherfreundlicher wäre diese klar beim Namen zu nennen."

halsbandschnaepper am 15.02.2012 um 15:32 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

Gelöschter Nutzer am 13.02.2012 um 18:47 Uhr
@Stiftung-Warentest

Vielen Dank für die Aufklärung über die Testdetails bei der Deklaration. Dies hat zumindest mir die Note von 1,8 gut verständlich erklärt.

Gelöschter Nutzer am 13.02.2012 um 18:46 Uhr
@halsbandschnaepper

Man kann nur auf das testen, wonach man sucht, richtig. Die Stiftung kann nicht nach allen erdenklichen Stoffen testen lassen. Sie unterstellen jedoch indirekt, daß diese Stoffe enthalten seien und nur nicht gefunden wurden. Das ist geradewegs so, als müßte ein Angeklagter seine Unschuld beweisen und nicht der Ankläger seine Schuld. Was soll das? Wenn sie Beweise für ihre Kritikpunkte haben, wird sich die Stiftung sicher über Tips freuen. Ansonsten bezeichne ich ihre Kritik als haltlos weil unbewiesen.

halsbandschnaepper am 13.02.2012 um 17:08 Uhr
Zusammengesetzte Zutaten...

http://www.gesetze-im-internet.de/lmkv/__6.html
Mal lesen, da werden ausdrücklich Gewürzmischungen als zusamemngesetzte Zutaten erwähnt. Und solange die darin enthaltenen Stoffe unter 2 % des Gesamtproduktes umfassen und keine allergischen Reaktionen auslösen müssen die nicht aufgeschlüssselt werden.
Oft liest man auf der der Packung:
Gewürze (enthält Laktose) oder ähnliches.... Was da noch alles reingeschmuggelt kann man nur eraten. Zu den Aromen. Es gibt mehrere hundert Aromastoffe ich kann mir kaum vorstellen dass Stiftung Warentest auf alle getestet hat...