Kleine Warenkunde: Shrimps & Co.: Die Stars unter den Garnelen

Tiefgekühlte Garnelen Test

Eismeergarnelen schimmern rosa.

Verwirrend: Für Garnelen gibt es Hunderte von Namen.

Weltweit gibt es mehr als 2 000 Garnelenarten. Wirtschaftlich genutzt werden etwa 300. Das macht es selbst für Gourmets unmöglich, alle Arten zu unterscheiden. Je nach Land und nach Größe der Tiere existieren zudem viele verwirrende Bezeichnungen: Shrimps lautet das englische Wort für kleine Exemplare, Prawns das für größere. Gambas nennen die Spanier die Meerestiere, Crevettes die Franzosen. Oft falsch verwendet wird der italienische Begriff Scampi – das ist der Kaisergranat aus der Hummerfamilie. Wer es genau nimmt, sagt am besten Garnele und orientiert sich an den lateinischen Namen. Auch Shrimp hat sich als Synonym eingebürgert. In unserem Test kommen diese drei Garnelenarten vor:

Riesengarnele (Penaeus monodon)

Tiefgekühlte Garnelen Test

Tiger Prawns haben helle Streifen.

Auch Black Tiger, King Prawn und Giant Prawn (bis zu 35 Zentimeter Gesamtlänge) genannt – wegen der getigerten Streifen am Körper. Die Warmwas­sergarnele lebt in indopazifischen Ländern wie Thailand und Indonesien. Zuchtfarmen produzieren jährlich mehr als 650 000 Tonnen, was die Riesengarnele zur Nummer eins auf dem Weltmarkt macht. Für die Zucht werden die Eier wilder Muttertiere in Brutstätten großgezogen. Es werden mehr Tiere aus Zucht als durch Wildfang vermarktet.

Weißer Shrimp (Litopenaeus vannamei)

Auch White Shrimp und Pacific Prawn (bis zu 23 Zentimeter) genannt wegen seiner weißen, durchsichtigen Beine. White Shrimps werden in den warmen Wassern Südamerikas gezüchtet, vor allem in Ecuador. Die Tiere pflanzen sich auch in Gefangenschaft fort. Deshalb sind sie für Bio-Aquakulturen gut geeignet: Sie ermöglichen einen geschlossenen Zuchtkreislauf. Ihr Anteil am Weltmarkt ist steigend und liegt im Moment bei rund 16 Prozent.

Kaltwassergarnele (Pandalus borealis)

Auch Northern Shrimp und Eismeergarnele (bis zu 16 Zentimeter) genannt. Als Zwitter ändert sie im Laufe des Lebens ihr Geschlecht. Erst ist sie männlich, dann weiblich. Jährlich werden bis zu 400 000 Tonnen im Nordost- und Nordwestatlantik gefangen. Bisher gab es kaum Zuchtversuche.

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