Thermostat im Test Test

Von Ferne heizen. Damit es beim Nach­hause­kommen kuschelig warm ist, lässt sich per App der Thermostat hoch­drehen.

Mit dem richtigen Heizkörper­thermostat kann der Woll­pulli im Schrank bleiben. Gute Produkte gibts für jede Wohn- und Lebens­situation, für Eigentümer wie Mieter, Häusliche wie Reiselustige. Mit dem Komfort­anspruch steigt der Preis. Der Test von 10 Thermostaten zeigt: Einen guten Thermostat­kopf mit Drehgriff gibts schon für 10, einen guten programmier­baren für 20 Euro. Die Umrüstung auf Systeme, mit denen sich Heizkörper aus der Ferne steuern lassen, kostet meist mehrere Hundert Euro.

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TestThermostat im Testtest 01/2017
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Mit dem Smartphone von unterwegs

Zu Hause die Heizung auf Sparflamme drosseln und dann am Mittel­meer über­wintern – so lassen sich Heiz­kosten am angenehmsten senken. Doch auch alle, die nicht verreisen können, haben die Chance zum Sparen. Mit moderner Technik sind nied­rigere Energiekosten und ein warmes Zuhause kein Wider­spruch. Unser Test zeigt, wie gute Heizkörper­thermostate den Komfort verbessern. Untersucht haben wir klassische Modelle mit Drehgriff ebenso wie programmier­bare Thermostate. Zum Teil lassen sie sich sogar mit dem Smartphone von unterwegs aus regeln.

Am meisten spart, wer lange weg ist

Ist es über­haupt sinn­voll, die Raum­temperaturen zeitweilig abzu­senken? Rechnet sich das, obwohl fürs spätere Aufheizen wieder Energie aufgewendet werden muss? Die Antwort lautet: Ja, unterm Strich gibts eine Ersparnis. Grund ist die Bauphysik: Je weniger sich die Temperatur zwischen drinnen und draußen unterscheidet, desto weniger wert­volle Wärme geht durch Mauern und Fenster verloren. Je länger die Wohnung kühler bleibt, desto mehr Heiz­energie kann der Bewohner aufgrund dieses Effekts sparen.

5 bis 8 Prozent Ersparnis

Rechnungen für unterschiedlich große und unterschiedlich gut gedämmte Beispiel­wohnungen zeigen, dass das Spar­potenzial in einer Größen­ordnung von 5 bis 8 Prozent liegt. Und zwar unter der Annahme, dass die Bewohner einen typischen 8-Stunden-Arbeits­tag haben und bei Rück­kehr in ein warmes Zuhause zurück­kommen wollen. Liegen die jähr­lichen Heiz­energie­kosten bei 1 000 Euro, lassen sich also 50 bis 80 Euro sparen.

Gute Dämmung zahlt sich aus

Thermostat im Test Test

Klassische Drehregler. Geeignet für alle, die viel zu Hause sind und selbst nach­regeln können.

Am wenigsten bringen Heiz­pausen bei gut gedämmten Häusern. Erstens weil ihre Bewohner ohnehin schon relativ wenig fürs Heizen zahlen. Zweitens weil die Raum­temperaturen hier nur lang­sam absinken. Der Spar­effekt, der durch geringere Temperatur­unterschiede zwischen drinnen und draußen entsteht, wirkt daher hier nur mäßig. Deshalb reichen in solchen Wohnungen oft güns­tige, einfache Thermostate. Drei Modelle mit Drehgriff erzielen ein gutes test-Qualitäts­urteil. Programmieren lässt sich die Temperatur der Heizkörper auch mit diesen einfachen Modellen – und zwar indirekt mit Hilfe des Heizgerätes. Wer, etwa als Haus­besitzer, Zugriff auf den Heizkessel hat, kann Heiz­pausen oft ganz einfach an dessen Bedien­feld einstellen.

Recht­zeitig vorheizen

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Programmier­bare. Sind Abwesen­heits­zeiten plan­bar, lässt sich der Thermostat so einstellen, dass er vor der Rück­kehr für einen warmen Heizkörper sorgt.

In schlecht gedämmten Häusern lohnt es sich am meisten, die Heizkörper bei Abwesenheit zu drosseln. Mitunter kann es recht lange dauern, einen abge­kühlten Raum wieder auf Kuschel­temperatur zu bringen. Programmier­bare Thermostate können dafür sorgen, dass die Heizkörper recht­zeitig wieder für Wärme sorgen. Wie viel Zeit dafür einzuplanen ist, muss jeder individuell ausprobieren. Im Test sind drei Thermostate, die sich vor Ort programmieren lassen. Zwei von ihnen schneiden gut ab, einer befriedigend.

Von unterwegs aus steuern

Thermostat im Test Test

Mit Fern­steuerung. Wer außer Haus ist und den Tages­ablauf nicht planen kann, hat die Chance, den Heizkörper via Internet zu steuern.

Ein Optimum an Komfort und Spar­möglich­keiten bieten vier Systeme, die sich auch aus der Ferne steuern lassen. Kommen die Bewohner vorzeitig vom Wochen­end­ausflug zurück, können sie per Smartphone-App recht­zeitig ihre Heizkörper aufdrehen. Die Kommunikation zwischen Mensch und Thermostat läuft dabei über Smartphone und dem heimischen Router – und meist auch über einen ange­schlossenen Zentralregler. Ein System im Test funk­tioniert ausschließ­lich in Kombination mit neueren Fritz!Box-Routern mit Dect-Taste.

Keine Angst vor moderner Technik

Alle untersuchten Thermostate funk­tionierten zuver­lässig. Im Hinblick auf Batterie­verbrauch und Hand­habungs­details stießen die Tester auf deutliche Unterschiede. Meist erwiesen sich Inbetrieb­nahme und Bedienung als recht einfach. Auch Laien können dies meistern. Unser Test liefert dazu viele nützliche Infos und Tipps.

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