Thermo­becher im Test Nicht alle halten lange warm

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Thermo­becher im Test - Nicht alle halten lange warm
Bist du noch ganz dicht? Eine wichtige Frage für alle, die mit Isolierbecher unterwegs sind. © Max Lautenschläger

Die meisten Thermo­becher sind treue Begleiter für unterwegs. Doch einige Isoliergefäße namhafter Marken laufen aus, gehen leicht kaputt oder enthalten Schad­stoffe.

Thermo­becher im Test Testergebnisse für 15 Thermo­becher 04/2020

Inhalt
Liste der 15 getesteten Produkte
Thermo­becher 04/2020
  • Aldi Nord Home Creation Art.-Nr.: 183516 - 9398 Hauptbild
    Aldi Nord Home Creation Art.-Nr.: 183516 - 9398
  • Alfi Isomug Plus Soft Art.-Nr.: 5.635.233.035 Hauptbild
    Alfi Isomug Plus Soft Art.-Nr.: 5.635.233.035
  • Alfi Thermos Stainless King Art.-Nr.: 4002 205 047 Hauptbild
    Alfi Thermos Stainless King Art.-Nr.: 4002 205 047
  • Bodum Travel Mug Art.-Nr.: 11068-01 Hauptbild
    Bodum Travel Mug Art.-Nr.: 11068-01
  • Braun Thermal Mug BRSC001 Art.-Nr.: AX13210001 Hauptbild
    Braun Thermal Mug BRSC001 Art.-Nr.: AX13210001
  • Contigo Westloop Travel Mug Art.-Nr.: SKU# 2095842 Hauptbild
    Contigo Westloop Travel Mug Art.-Nr.: SKU# 2095842
  • Emsa Travel Mug Isolierbecher Art.-Nr.: 513361 Hauptbild
    Emsa Travel Mug Isolierbecher Art.-Nr.: 513361
  • McDonald´s McCafé Coffee to go go go! Hauptbild
    McDonald´s McCafé Coffee to go go go!
  • Milu Vacuum Travel Mug EAN: 4 280001 586017 Hauptbild
    Milu Vacuum Travel Mug EAN: 4 280001 586017
  • Primus Commuter Mug Art.-Nr.: 741020 Hauptbild
    Primus Commuter Mug Art.-Nr.: 741020
  • Rossmann Thermobecher mit Wrapper EAN: 4 305615 596440 Hauptbild
    Rossmann Thermobecher mit Wrapper EAN: 4 305615 596440
  • Starbucks Edelstahlbecher Art.-Nr.: SKU# 011082067 Hauptbild
    Starbucks Edelstahlbecher Art.-Nr.: SKU# 011082067
  • Stelton To Go Click Art.-Nr.: 680-1 Hauptbild
    Stelton To Go Click Art.-Nr.: 680-1
  • Tchibo Cafissimo Coffee to go Becher Art.-Nr.: 309703 Hauptbild
    Tchibo Cafissimo Coffee to go Becher Art.-Nr.: 309703
  • WMF Isolierbecher Impulse Art.-Nr.: 06 9072 6040 Hauptbild
    WMF Isolierbecher Impulse Art.-Nr.: 06 9072 6040

Isolierbecher für warme und kalte Getränke

Die Stiftung Warentest hat 15 Thermo­becher aus Edelstahl getestet, unter anderem von Bodum, Emsa, Starbucks, Tchibo und WMF. Thermo­becher halten sowohl kalt als auch warm. Sie bestehen aus zwei Wänden, zwischen denen sich ein Vakuum befindet. Der luft­leere Raum minimiert den Energie­austausch. Das ist praktisch für Pendler und Reisende, die unterwegs heißen Cappuccino oder kalten Eis­tee trinken möchten.

Das bietet der Thermo­becher-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse.
Die Tabelle zeigt Bewertungen für 15 Thermo­becher aus Edelstahl, darunter preis­werte Modelle von McDonalds und Aldi, aber auch hoch­preisigere von Contigo und Stelton. Sie fassen zwischen 0,3 und 0,5 Liter und versprechen eine Isolier­funk­tion. Wir haben neben Warmhalte­vermögen und Dichtig­keit auch Bruch­festig­keit und Hand­habung geprüft und die Becher auf Schad­stoffe untersucht.
Kauf­beratung und Tipps.
Sie erfahren, welche Thermo­becher sehr gut isolieren, dicht­halten und sich leicht reinigen lassen. Der Preis ist dabei nicht immer ausschlag­gebend: Einer der billigsten Warmhaltebecher schneidet gut ab, einer der teuersten ist mangelhaft (Preise: 6 bis 35 Euro). Wir sagen, worauf Sie beim Kauf des Bechers achten sollten und wie Sie länger Freude an Ihrem Heiß­getränk haben.
Heft­artikel.
Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 4/2020.

Video: Thermo­becher im Test

Wie gut hält ein Thermo­becher warm, kalt oder dicht? Sind Schad­stoffe ein Problem? Das klärt unser Test.

Laue Getränke vom McDonald‘s McCafé

Im Labor füllten die Tester 80 Grad heißes Wasser in die Becher. Sie erfassten, wie schnell es abkühlt. In sehr gut isolierten Bechern kühlte das Wasser in der ersten Stunde nach dem Einfüllen nur um 4 Grad Celsius ab. 40 Grad unter­schritten sie teil­weise erst nach 16 Stunden. Keine Empfehlung für Freunde heißer Getränke ist der Becher von McDonald‘s: In der ersten Stunde nach dem Einfüllen kühlte das Wasser um 19 Grad Celsius ab. Nach zwei­einhalb Stunden war es nur noch 40 Grad lau.

Drücken, drehen, klappen: Deckel öffne dich!

Thermo­becher im Test - Nicht alle halten lange warm
Druck­knopf. Diese Trink­öffnung lässt sich mit einer Hand benutzen – ein Klick, fertig.
Dreh­schraube. Mit dem Dreh­schalter ist der Durch­fluss regulier­bar. Das erfordert zwei Hände.
Klapp­hebel. Öffnen und Schließen braucht teils viel Kraft. Zwei Hände schaffen das besser als eine. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Keine Schad­stoffe im Tee

Wenn heiße Getränke lange im Becher weilen, könnten Schad­stoffe ins Lebens­mittel übergehen. In vielen Bambusbechern, die wir 2019 geprüft hatten, war das der Fall. Aus dem Edelstahl der Isolierbecher im Test wandert jedoch nichts ins Getränk.

Primus und Stelton enthalten viel Naph­thalin

Dennoch haben zwei ein Schad­stoff­problem. An der schwarz lackierten Außenwand des Stelton sowie in der nach Teer riechenden Anti­rutsch­sohle des Primus fanden wir sehr hohe Mengen Naph­thalin. Der Schad­stoff kann vermutlich Krebs erzeugen. Beide Becher sind mangelhaft. Primus ist übrigens ein Wieder­holungs­täter: Bereits eine Isolierkanne des Anbieters war im Test 8/2008 mit Mangelhaft bewertet worden – wegen poly­zyklischer aromatischer Kohlen­wasser­stoffe, zu denen auch Naph­thalin zählt.

Thermo­becher im Test Testergebnisse für 15 Thermo­becher 04/2020

Bodum und McDonald‘s laufen aus

Ein mangelhaftes Qualitäts­urteil bekommt auch der bereits erwähnte Becher von McDonald‘s: Er ist nicht nur schlecht isoliert, sondern auch undicht. Kippt er in der Tasche um, bildet sich ein kleiner See. Das gilt auch für den Travel Mug von Bodum. Auf der Verpackung empfiehlt Bodum, ihn in aufrechter Position zu tragen. Für unterwegs ist der „Reisebecher“ – was Travel Mug auf deutsch heißt – trotzdem ein Fehlkauf.

Thermo­becher mindestens 50 Mal benutzen

Das ist ärgerlich, denn es verbraucht Energie und Ressourcen, Edelstahlgefäße herzu­stellen. Thermo­becher sollten häufig genutzt werden, damit sich ihre Herstellung gegen­über Einwegbechern lohnt. Erst ab 50 Einsätzen fallen Produktion und Entsorgung der Mehr­wegbecher nicht mehr ins Gewicht. Dann zählt in der Ökobilanz nur noch die Reinigung.

Nicht alle Thermo­becher dürfen in den Spüler

Am umwelt­freundlichsten sind die Becher in einer vollen Spül­maschine zu säubern, die mit Ökostrom läuft. Doch von den 15 getesteten Thermo­bechern dürfen nur 7 nebst Deckel in den Spüler. Für die übrigen ist Hand­wäsche empfohlen. Die Deckel sind teils aufwendig zu säubern, erst recht, wenn Milch­getränke im Becher waren. Kaffee und Tee hinterlassen Beläge und ihren Geschmack.

Tipp: Wer abwechselnd Kaffee und Tee trinkt, sollte für jedes Getränk ein eigenes Gefäß kaufen.

Unser Thermo­becher-Test in Zahlen

Thermobecher_Icon_1.jpg Mal mindestens benutzen! Sonst lohnt sich der Mehr­wegbecher im Vergleich zum Einwegbecher für die Umwelt nicht. Quelle: Ifeu-Institut

Thermobecher_Icon_2.jpg Stunden hielt der Thermos Stainless King von Alfi das Getränk warm. Im Becher von McDonalds war es schon nach 2,5 Stunden lauwarm. Quelle: Stiftung Warentest

Thermobecher_Icon_3.jpg Euro im Jahr geben Pendler aus, die sich an jedem Werk­tag einen Cappuccino to go für 3 Euro kaufen. Selbst­gemacht kostet das Getränk kaum mehr als 30 Cent. Quelle: Stiftung Warentest

Thermobecher_Icon_4.jpg Mal spülten wir alle Deckel in der Maschine. Nach dem Trocknen blieb Wasser in den Deckeln von Aldi Nord und Thermos.

Auch interes­sant: Trink­flaschen aus Edelstahl

30 Prüfer der australischen Test­organisation Choice haben sich durch eine Riege von Trink­flaschen aus Edelstahl getrunken. Ihr Fazit: Das Material ist optimal für unterwegs, weil stabil und geruchs­neutral. Kritisch war oft die Hand­habung. Manche Flaschen waren umständlich zu öffnen, andere hatten einen zu engen Hals, was das Reinigen ebenso erschwert wie komplizierte Verschluss­mecha­nismen. Vor dem Kauf also den Flaschenhals genau ansehen.

Dieser Artikel ist erst­mals im Oktober 2017 auf test.de erschienen. Er wurde am 25. März 2020 voll­ständig aktualisiert.

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

endconsumer am 11.12.2021 um 10:55 Uhr
Alle 2.5 Jahre ein Revisit okay

Bei der nächsten Neubearbeitung des Themas Thermobecher-Test erwarte ich die Inklusion von HELIOS WERTHEIM Click'N'Drink, STANLEY Trigger Action in Polar White (robuste Pulverbeschichtung!), HYDRO FLASK, KLEAN KANTEEN, und YETI. Das sind die weltweit populären führenden Marken auf dem Gebiet (siehe social media, Instagram followers). Auch sollte die tatsächliche Langlebigkeit (Dauerfestigkeit, Schwachstellen, kritische Konstruktionsfehler) und Einzelteil-/Ersatzteil-Verfügbarkeit (Preis) getestet und benotet werden. Ich muss sagen, dass das Durchlesen aller Amazon-Kundenrezensionen inklusive Kundenfotos viel aufschlussreicher, hilfreicher, wertvoller ist als Ihr Test, das jedes Produkt in 1-2 Kurzkommentaren abspeist. Ihr PDF ist nur eine Kurzzusammenfassung, ich schaue mal ob Computer Bild auch Thermobecher getestet hat, adieu!

Opaheini am 10.12.2021 um 11:01 Uhr
Fragliche Testkriterien für Becher

Liebes Stiftung-Warentest-Team,
einige Testkriterien scheinen doch sehr an Thermosflaschen ausgerichtet zu sein und am Einsatzbereich von Thermosbechern vorbeizugehen. Der bei Ihnen schlecht abschneidende Bodum (wir sind begeistert) ersetzt bei uns den klassischen Einwegbecher mit dem Vorteil, dass das Getränk nicht sofort kalt/warm wird. Häufigste Nutzung: die Fahrt zur Arbeit. Wenn ich Heißgetränke auslaufsicher für den ganzen Tag mitnehmen will, dann nehme ich keinen Becher, sondern eine Thermosflasche. Weiterer Vorteil bei einer Flasche: ich habe einen gesonderten Becher dabei, in dem das heiße Getränk zum Trinken ein wenig abkühlen kann. Habe ich dagegen 100° heißen Tee in einem Thermosbecher dabei, der das Getränk über viele Stunden gar nicht abkühlen lässt, kann ich das Getränk aus diesem Becher nicht trinken. Auf was es aus unserer Sicht also v.a. ankommt, ist die einfache Reinigung (Spülmaschine), Schadstofffreiheit und ein wenig Isolierung.

cmose am 04.04.2020 um 15:17 Uhr
Zu groß für die meisten Kaffeemaschinen..

Schon viele viele Jahre ist eine Themosbecher mein treuer uns ständiger Begleiter. Vielfach morgen mit dem Kaffee aus der eigenen Kaffeemaschine für den Pendelweg zur Arbeit und auch immer auf Reisen - ob privat oder beruflich. Seit ca. 3 Jahren habe ich einen Contigo Mug wie in ihrem Test und bin damit hoch zufrieden. Leider passen diese Tassen nicht unter die meisten der Espressomaschinen und Vollautomaten - ob privat oder Gastro. Da ich den Becher neben dem Komfortgewinn (Kaffee bleibt Warm, man trinkt aus einem wertigen Gefäß, statt aus einem Pappbecher) auch zur Müllvermeidung angeschafft habe, muss ich beständig Diskussionen mit den Baristas dieser Welt führen, um sie davon abzuhalten meinen Kaffee zunächst in einen Pappbecher abzufüllen und dann umzugießen. In den meisten Fällen wird der so nur wenige Sekunden genutzte Pappbecher nämlich im Anschluss entsorgt und mein Themobecher hat die Welt nicht gerettet.

Profilbild Stiftung_Warentest am 01.04.2020 um 08:51 Uhr
Verfügbarkeit

@joho1234: Generell ist die Aktualität von Untersuchungsergebnissen eine sensible Thematik in unserer Arbeit. Einerseits ist es unsere Aufgabe, dem Informationsbedarf unserer Leser mit möglichst aktuellen Testergebnissen gerecht zu werden, andererseits sind gründliche und entsprechend lange Prüfungen in manchen Fällen Voraussetzung für aussagekräftige Qualitätsurteile.
Der Zeitpunkt einer Veröffentlichung ist immer auch eine Momentaufnahme und kann leider keine Entwicklung widerspiegeln.
Wie Sie dem Testbericht unter „So haben wir getestet“ nachlesen können, kauften wir die Themobecher zwischen Juli und Oktober 2019 ein. (MK)

joho1234 am 31.03.2020 um 18:14 Uhr
Caffissimo von Tchibo - gibt es schon nicht mehr

Der getestete Tchibo Caffissimo Becher wurde von einem Distributor aus Belgien an Tchibo verkauft. Diesen Becher gibt es bei Tchibo schon länger nicht mehr im regulären Sortiment und ist ausverkauft.
Mir ist der Originalhersteller bekannt. Dieser wusste vom Verkauf an Tchibo nicht‘s.
MfG