Bei Krebserkrankungen halten viele Therapieentscheidungen der Ärzte einer Überprüfung nicht stand. Das geht aus einer Studie hervor, die in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift erschienen ist. Experten raten Patienten deshalb, vor allem bei komplexen Erkrankungen eine „zweite Meinung“ einzuholen. Gelegentlich sei sogar eine „dritte Meinung“ sinnvoll.

Mediziner der Technischen Universität München werteten Daten des „Tumorboards“ aus. Das sind interdisziplinäre Tumorkonfe­renzen, in denen sich regelmäßig verschiedene Fachärzte treffen, um gemeinsam die Therapie ihrer Patienten festzulegen. In weniger als einem Fünftel der Fälle bestätigten die Experten die Empfehlungen von Ärzten auswärtiger Kliniken, die um eine Einschätzung gebeten hatten. Für mehr als die Hälfte der Patienten schlugen sie wesentliche Änderungen der Therapie vor.

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