Nach­haltig­keits­siegel: Was mir das Etikett auf meinem T-Shirt sagt

Siegel

Global Organic Textile Stan­dard (Gots)

# wear the Change

Cotton made in Africa

H&M Cons­cious

Better Cotton Initiative (BCI)

t201907070lg_gots.jpg

t201907070lg_wearthechange.jpg

t201907070lg09_cottonmadeinafrika.jpg

t201907070lg010_hundm_consciousjpg.jpg

t201907070lg11_bci.jpg

*

Website

global-standard.org/de

sustainability.c-and-a.com

cottonmadeinafrica.org/de

about.hm.com/de_de/news.html

bettercotton.org

Wer vergibt das Siegel?

Non-Profit-Organisation, gegründet von der Interna­tional Working Group on Global Organic Textile Stan­dard

Unternehmen: C&A Mode

Stiftung: Aid by Trade Foundation (AbTF), gegründet von Michael Otto, Aufsichts­rats­vorsitzender der Otto Group

Unternehmen: H&M Hennes & Mauritz

Non-Profit-Organisation von Herstel­lern, Händ­lern und NGOs: Better Cotton Initiative (BCI)

Was verspricht das Siegel?

Über­wiegend Umwelt­schutz sowie Mindest­stan­dards für Arbeits­bedingungen. Mindestens 70 Prozent eines Textils bestehen aus biologisch erzeugten Naturfasern.

Über­wiegend Umwelt­schutz. Nutzt die Siegel anderer Organisationen. Steht Biobaumwolle auf dem Etikett, enthält das Textil davon mindestens 70 Prozent. 1

Umwelt­schutz und Soziales auf kleinen Baumwoll­farmen in Afrika. Zwei Siegel-Versionen: Bei „Cotton made in Africa inside“ besteht das Shirt voll­ständig aus zertifizierter Baumwolle, bei „Supporting the Cotton made in Africa Initiative“ bleibt offen, wie viel davon im Shirt steckt.

Über­wiegend Umwelt­schutz. Nutzt Siegel anderer Organisationen, nennt sie jedoch nicht auf den Etiketten. Mindestens 50 Prozent der einge­setzten Materialien sind recycelt oder nach­haltig erzeugt. 2

Umwelt­schutz und Soziales verbessern, Textilhersteller kaufen BCI-Baumwolle und können dann in entsprechender Menge Produkte etikettieren – egal, ob die gesiegelte Baumwolle in diesem Produkt steckt.

In welchen Produktions­stufen greifen die Anforderungen laut Anbieter?

Von der Baumwoll­farm bis zum fertigen Textil

Je nach Siegel – oft nur für den Anbau von Baumwolle und Recycling von Fasern (etwa Kunststoff, Baumwolle)

Baumwoll­anbau und Baumwoll­entkörnung

Je nach Siegel – oft nur für den Anbau von Baumwolle und Recycling von Fasern (etwa Kunststoff, Baumwolle)

Baumwoll­anbau

test-Check: Rück­verfolg­barkeit für je drei Baumwoll-T-Shirts

Rück­verfolgung belegt

Ja, bis zur Baumwoll­farm

Ja, bis zur Baumwoll­farm

Ja, bis zur Baumwoll­entkörnung3

Teil­weise, bis zum Stoff­hersteller4

Nein, keine Belege

Fazit

Herkunft der T-Shirts gut belegt. Das Siegel deckt alle Produktions­stufen ab, und die Kriterien gelten für die Herstellung eines jeden Textils.

Herkunft der T-Shirts gut belegt, aber je nach verwendetem Siegel unterschiedlich weit greifende Kriterien. Die Siegel beziehen sich oft nur auf die Faser­erzeugung.

Herkunft der T-Shirts gut belegt. Generell weniger strenge Kriterien als bei zertifizierter Biobaumwolle, aber die Regularien helfen den Kleinbauern beim nach­haltigen Wirt­schaften.

Belegte die Herkunft der T-Shirts nur lückenhaft. Je nach verwendetem Siegel unterschiedlich weit greifende Kriterien. Oft nur auf die Faser­erzeugung bezogen.

Lieferte keine Belege zur Herkunft der geprüften T-Shirts. Das Siegel stellt die im Vergleich am wenigsten strengen Anforderungen.

    Die Reihen­folge der Siegel in der Tabelle ist sortiert nach: Voll­ständig­keit der Belege zur Rück­verfolgung der T-Shirts, dann Tiefe der belegten Produktions­stufe. Bei gleichem Ergebnis sortiert nach Alphabet.

    * Urheber des Logos: Better Cotton Initiative

    • 1 C&A verwendet zum Beispiel für Biobaumwolle die interna­tionalen Regel­werke Organic Content Stan­dard (OCS) oder Global Organic Textile Stan­dard (Gots); für Fasern aus Recycling Global Recycled Stan­dard (GRS) oder Recycled Claim Stan­dard (RCS).
    • 2 H&M verwendet für Baumwolle Organic Content Stan­dard (OCS), Global Organic Textile Stan­dard (Gots) oder Better Cotton Initiative (BCI); für wieder­verwendete Kunst­fasern den Global Recycled Stan­dard (GRS).
    • 3 Alle drei gekauften T-Shirts waren aus der Version „Supporting ...“, muss daher nicht zum Farmer zurück­verfolg­bar sein.
    • 4 H&M legte für keins der drei T-Shirts Dokumente zu Baumwoll­farmen, Entkörnungs­fabriken und Spinnereien vor.