Rund 300 Millionen Kleidungsstücke werden jährlich in die Reinigung gegeben. Gemessen daran machen die 8.000 Reklamationen, in denen ein Sachverständiger zurate gezogen wurde, nur einen verschwindend geringen Anteil aus, nämlich 0,03 Promille. So das Ergebnis der Schadensfallstatistik für das Jahr 2000, die vom Internationalen Textilforschungszentrum Hohensteiner Institute vorgelegt wurde.

Von allen überprüften Reklamationen waren 42 Prozent auf materialbedingte Ursachen zurückzuführen. Nur in jedem fünftem Fall hat der Reinigungsbetrieb selbst nicht sorgfältig genug gearbeitet. Stark zugenommen haben vor allem Reklamationen bei beschichteten Textilien. Oft sind diese Beschichtungen so zusammen gesetzt, dass sie die Reinigung schlecht aushalten.

Farbveränderungen und Verfärbungen kommen häufig dadurch zustande, dass die Textilien nur unzureichend für die Reinigung ausgerüstet wurden. Deshalb raten die Textilforscher, bereits beim Kauf eines Kleidungsstücks auf das Pflegeetikett zu achten, auf dem Materialzusammensetzung und Pflegemethoden ausgewiesen sind.

Dieser Artikel ist hilfreich. 446 Nutzer finden das hilfreich.