Teure Telefonnummern Meldung

Telekom-Kunden können ihren Anschluss jetzt kostenlos für bestimmte teure Vorwahl-Nummern sperren. Das Neue: Die Sperre lässt sich vom Kunden selbst einrichten und ändern. Und zwar nicht nur für teure 0190/0900-Nummern sondern etwa auch für Auslandsvorwahlen. Bis vor Kurzem konnte nur die Telekom selbst eine Sperre einrichten. Das kostete dann allerdings 9,90 Euro. test.de sagt, wie Sie den Service beantragen und welche Nummern Sie sperren können.

Antrag per Anruf

Kunden können die „Veränderbare Anschluss-Sperre“ in Telekom-Läden oder telefonisch beantragen. Dazu müssen sie die kostenlose Hotline 08 00/3 30 10 00 anrufen. Die Telekom schickt daraufhin ihren Kunden eine Auftragsbestätigung und eine Bedienungsanleitung. Die Anleitung ist auch auf der Homepage der Telekom als Download zu haben. Vorteil des neuen Services: Jeder kann vom eigenen Telefon aus den Service einrichten und jederzeit ändern.

Sicherung durch PIN

Voraussetzung für die Konfiguration der Anschluss-Sperre ist ein netzdialogfähiges (auch keypadfähig genannt) Telefon. Das bedeutet: Ein Telefon mit Tonwahl. Damit nur der Anschluss-Teilnehmer die Sperre einrichten und ändern kann, muss vor jeder Konfiguration eine vierstellige PIN eingegeben werden. Die voreingestellte PIN sollten Kunden sofort nach der Freischaltung ändern, da sie in jeder Bedienungsanleitung steht. Das Einrichten und Ändern der zu sperrenden Rufnummern sieht dann in etwa immer so aus: Hörer abnehmen, Tastenfolge und PIN eingeben, Hörer auflegen.

Getrennte Sperre bei ISDN

Wer ISDN zu Hause hat, kann die Sperre für jede einzelne Rufnummer (MSN) getrennt voneinander einrichten. Bei T-Net- (analog) und T-ISDN-Anschluss (ISDN) können Nutzer acht „Sperrklassen“ auswählen. Alle Sperrklassen gelten nur für abgehende Verbindungen. Auf ankommende Anrufe hat dieser Service also keinen Einfluss. Sinnvolle Ausnahme bei allen Sperrklassen: Die Verbindungen 110 und 112 lassen sich nicht unterdrücken.

Acht Sperrklassen (VKL)

Es gibt insgesamt acht Sperrklassen. Kunden können sich jedoch nur für jeweils eine dieser Klassen entscheiden. Deshalb gibt es Sperrklassen, die zwei andere miteinander kombinieren. So setzt sich VKL 7 zum Beispiel zusammen aus VKL 3 und VKL 5. Hier die Sperrklassen mit den jeweils zugehörigen Nummern im Überblick:

  • VKL 1: Alle abgehenden Verbindungen außer Notrufe.
  • VKL 2: Alle abgehenden Verbindungen mit Ausnahme des City-Bereichs und Verbindungen zu Servicenummern 0190/0900, 01801, 01802 sowie zu Online-Diensten 0191 bis 0194.
  • VKL 3: Auslandsverbindungen, beginnend mit 00.
  • VKL 4: Interkontinentalverbindungen, beginnend mit 0011 bis 0019, 002, 005 bis 009.
  • VKL 5: Verbindungen zu Servicerufnummern 0190/0900.
  • VKL 6: Alle abgehenden Verbindungen auch zu Servicerufnummern 0190/0900. Nicht gesperrt sind Verbindungen im City-Bereich und Servicerufnummern 01801, 01802 sowie zu Online-Diensten 0191 bis 0194.
  • VKL 7: Auslandsverbindungen und Verbindungen zu Servicerufnummern 0190/0900.
  • VKL 8: Interkontinentalverbindungen, beginnend mit 0011 bis 0019, 002, 005 bis 009 und Verbindungen zu Servicerufnummern 0190/0900.

Teure Nummern

Solche Anschluss-Sperren können aus verschiedenen Gründen sinnvoll sein. Beispiel: Dialer. Beim Surfen im Internet kann es passieren, dass sich so genannte Dialer auf der Festplatte des Computers installieren und unbemerkt eine teure 0190-Nummer wählen. Das verhindert die Sperre. Allerdings gibt es keine hundertprozentige Sicherheit. Dialer benutzen mittlerweile auch 0137-Nummern, um Surfer abzuzocken. Diese Nummern lassen sich auf oben beschriebenen Weg nicht sperren. Weiterer Einsatz der Sperre: Kinder können nicht versehentlich teure Nummern ins Ausland wählen, wenn etwa die Sperrklasse 4 aktiviert ist.

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