Testportale Meldung

„Auf dieser Seite findest du die Testsieger der Stiftung Warentest aus der Kategorie Zigarren­schneider“, behauptet diese Fake-Test-Seite. Das Dumme ist nur: Die Stiftung Warentest hat diese Produkte nie untersucht.

Im Internet gibt es Tests zu allem und jedem – viele angeblich original von der Stiftung Warentest. Aber Zuckerdosen, Zwiebeltöpfe, Zigarren­schneider? Das haben wir nie untersucht. Dennoch präsentieren Seiten wie eburg.de Bestenlisten. Andere Portale fälschen dreist die Qualitäts­urteile der Stiftung Warentest und machen aus einem mangelhaften Produkt ein empfehlens­wertes.

Test­ergeb­nisse gefälscht

„Testsieger der Stiftung Warentest“ steht zum Beispiel auf mummert­stiftung.de. Das ist falsch. Viele Seiten wählen gezielt Produkte, die wir nicht unter­suchen, weil sie zu selten gekauft werden. Doch auch die Gauner­seiten testen nicht, sondern vergeben Punkte oder Stern­chen nach Kriterien, die nicht nach­voll­zieh­bar sind. Ihr Verdienst: Provisionen, wenn Nutzer auf Links zum Kauf der Ware klicken. Andere Portale bieten Dutzende unserer Tests, fälschen aber dreist die Urteile. So hieß es bei einem Kinder­wagen, dem wir wegen des Chemiecock­tails in den Griffen ein Mangelhaft gaben, er entspreche „rundum den Empfehlungen der Stiftung Warentest“.

Verantwort­liche schwer zu finden

Wer genau liest, erkennt die Gaunereien, weil sie trotz der vielen Tests dieselben Text­bausteine nutzen. Viele „Test­seiten“ haben kein Impressum. Das ist ein Grund, warum die Anbieter so schwer zu stoppen sind: Verantwort­liche mit Anschrift sind kaum zu finden. In einem Fall verfolgten wir aufwendig die IP-Adresse – um an einem möglichen Stand­ort zu landen, der auf einem nieder­rhei­nischen Acker lag.

Helfen Sie der Stiftung Warentest und melden Sie Fake-Tests!

Sind Sie schon einmal auf einen erfundenen Test oder „frisierte“ Test­ergeb­nisse gestoßen? Schreiben Sie uns eine E-Mail an fake-test@stiftung-warentest.de. So helfen Sie uns dabei, Verbraucher vor unseriösen Angeboten zu warnen – und gegen Betrüger vorzugehen, die auf Kosten der Stiftung Warentest mit gefälschten Test­ergeb­nissen werben.

So testet die Stiftung Warentest

Am Anfang ist die Idee, am Ende eine Bewertung: Der Aufwand eines Waren- oder Dienst­leistungs­tests ist enorm. Ehe das von Verbrauchern geschätzte und von Anbietern gefürchtete Qualitäts­urteil der Stiftung Warentest erscheint, vergehen einige Monate. Wir haben für unsere Leser zusammengefasst, wie so ein Test abläuft. Unser Video und unsere Infografik zeigen, welchen Aufwand die Tester dabei betreiben.

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Mit den Newslettern der Stiftung Warentest haben Sie die neuesten Nach­richten für Verbraucher immer im Blick. Sie haben die Möglich­keit, Newsletter aus verschiedenen Themen­gebieten auszuwählen.

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