Wann Erben ihren Aufpasser feuern dürfen

Unstimmig­keiten zwischen Testaments­voll­stre­cker und Erben gibt es häufig. Die Abset­zung des Treuhänders erlauben Gerichte aber nur, wenn er sich grobe Schnitzer erlaubt.

Folgenreiche Trick­serei

Täuscht der Testaments­voll­stre­cker die Erben bewusst über die Wert­haltig­keit des zu verwaltenden Nach­lasses, ist das als wichtiger Grund anzu­sehen, der eine Entlassung recht­fertigt (Ober­landes­gericht Naumburg, Az. 10 Wx 10/05).

Querulanten uner­wünscht

Auch ein Treuhänder, der über­all Konflikte schürt, statt sie zu vermeiden, riskiert seine Entlassung. Das Ober­landes­gericht Hamm billigte sie im Fall eines Testaments­voll­stre­ckers, der nicht nur Rechts­pfleger und Richter mit Dienst­aufsichts­beschwerden über­zog, sondern auch dem Anwalt anderer Erben an den Kopf warf, „in den Grund­rechen­arten bestenfalls auf dem Niveau eines Grund­schülers“ zu sein (Ober­landes­gericht Hamm, Az. 15 W 277/06).

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