Test von Finanz­produkten Meldung

Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Die Stiftung Warentest begrüßt, dass Verbraucher künftig verstärkt unab­hängige Informationen zu Finanz­fragen und Geld­anlage erhalten sollen. Nachdem der Koalitions­ausschuss von CDU, CSU und FDP am Sonn­tag­abend beschlossen hatte, der Stiftung Waren­test ab kommendem Jahr dafür zusätzlich 1,5 Millionen Euro zukommen zu lassen, erklärte der Vorstand der Stiftung, Hubertus Primus: „Wir begrüßen es, dass bei dieser Aufgabe, Finanz­produkte zu bewerten, Risiko­klassen zu bilden und den Verbraucher noch besser aufzuklären, an die Stiftung Waren­test gedacht wird. Wir führen diese Unter­suchungen schon seit Jahren durch und sind Experten auf dem Gebiet.“ Wichtig sei es, den Verbraucher darüber zu informieren, welche Produkte für ihn geeignet und sicher sind.

Bisher 1 500 Unter­suchungen von Finanz­dienst­leistungen

Seit 1991 gibt die Stiftung Warentest neben ihrer seit 1966 erscheinenden Zeit­schrift „test“ die ebenfalls monatlich erscheinende Zeit­schrift „Finanztest“ heraus. Seitdem hat sie rund 1 500 Unter­suchungen von Finanz­dienst­leistungen durch­geführt – von der Beratungs­qualität der Banken über die unterschiedlichen Formen der Alters­vorsorge, von Produkten des Grauen Kapitalmarktes über die Bewertung von Fonds bis zu sämtlichen privaten Versicherungen.

Einordnung von Geld­anlagepro­dukten in Anlagekategorien

Mit den nun gewährten zusätzlichen Mitteln kann die Stiftung Warentest einen Ansatz für die Einordnung von Geld­anlagepro­dukten in Anlagekategorien entwickeln. Produkte könnten beispiels­weise einge­teilt werden in „geeignet für die Alters­vorsorge“, „nur zur Beimischung“, „nur für spekulative Anleger“, „nur für Anleger mit folgenden Risiko­einteilungen“, usw. In diese beispielhaft genannten Kategorien könnten zukünftig dann auch alle neu auf dem Markt angebotenen Produkte einge­pflegt werden.

Mehr Produkte, kürzere Test­zyklen

Bei der Unter­suchung von Finanz­produkten kann die Stiftung sowohl mehr Produkte in die Tests einbeziehen als auch die Frequenz der einzelnen Tests erhöhen. Die wichtigsten Finanz­produkte sind dabei Tages­geld, Fest­geld, Spar­briefe, Investmentfonds, Zertifikate, Produkte des Grauen Kapitalmarktes sowie ethische und ökologische Geld­anlagen. Außerdem soll untersucht werden, wie die Anbieter von Finanz­produkten ihrer Beratungs- und Informations­pflicht nach­kommen.

Einzel­heiten noch offen

„Die Einzel­heiten der Förderung sind noch offen“, sagt Primus, „ein Termin mit Verbraucher­schutz­ministerin Aigner steht aber schon fest“.

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