Sound­bars im Test

FAQ: So verbessern Sie den Fernsehton

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Sound­bars im Test Testergebnisse für 106 Soundbars und Soundplates

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den TV-Ton

Warum klingen moderne Flach­bild­fernseher so schwach?

Kräftige Bässe entstehen erst, wenn Laut­sprecher Luft in Wallung bringen. Dazu braucht es Raum, der in vielen Flach­bild­fernsehern fehlt. Daher lässt sich der Sound eines Fernsehers durch eine gute Sound­bar fast immer verbessern.

Tipp: Welche TV-Geräte von Haus aus guten Ton haben, zeigt unser Fernseher-Test.

Sound­bar oder Stereo­anlage? Und welche Alternativen gibt es zur Sound­bar?

Im Direkt­vergleich Sound­bar gegen Stereo­anlage punktet die Stereoanlage mit echtem Stereo­effekt. Ihre Laut­sprecherboxen lassen sich optimal auf den Hörplatz ausrichten, auch in größeren Zimmern. Ist die Stereo­anlage bereits im Haushalt vorhanden und steht sie in der Nähe des Fernsehgeräts, lässt sich der TV-Ton per Stereo­anlage sehr preisgünstig verbessern. Das erforderliche Audio­kabel, das den Audio­eingang der Stereo­anlage mit dem Audio­ausgang des Fernsehers verbindet, kostet nur wenige Euro.

Deutlich mehr Laut­sprecher als eine Stereo­anlage hat eine Heim­kino­anlage mit AV-Receiver. Mit 5.1 oder 7.1-Ton bietet sie dafür aber auch vollen Raum­klang – anders als Sound­bars.

Bluetooth-Lautsprecher sind eine güns­tige Alternative zu Sound­bars. Stereo­genuss bieten sie aber auch nicht. Der Grund: Fernseher können ihr Audio­signal nur an einen Bluetooth-Laut­sprecher gleich­zeitig funken. Stereo-Klang gibt es aber zum Beispiel mit Bluetooth-Kopfhörern.

Was ist ein Subwoofer?

Als Subwoofer bezeichnet man eine separate Bass­box, die nur tiefe Frequenzen wieder­gibt. Die Sound­bar ist schlanker, wenn die großen Tieftöner im Subwoofer stecken. Da das menschliche Ohr ganz tiefe Frequenzen nicht orten kann, lässt sich ein Subwoofer praktisch über­all im Raum aufstellen. Beispiels­weise unter einem Tisch, wo er nicht stört.

Sound­bar oder Sound­plate?

Das ist Geschmacks­sache. Die Sound­bar mit separatem Subwoofer ist besonders schlank und unauffäl­lig und für die Wandmontage geeignet. Die Sound­plate ist wuchtiger und braucht mehr Stand­fläche, eine Wandmontage ist ausgeschlossen. Vorteil: Einteilige Geräte ohne Subwoofer ersparen die separate Bass­box, das Wohn­zimmer bleibt aufgeräumt.

Welche Sound­bar-Bauform klingt am besten?

Welche Sound­bar am besten klingt, hängt nicht direkt von der Bauform ab. Keine Form hat alle Vorteile auf ihrer Seite. Gute Modelle gibt es sowohl unter den einteiligen als auch den zwei­teiligen Geräten.

Wie wird die Sound­bar ange­schlossen?

Dafür gibt es mehrere Möglich­keiten:

HDMI. Der beste Weg, Fernseher und Sound­bar miteinander zu verbinden, ist die Multimedia-Schnitt­stelle HDMI. Eine Möglich­keit ist, Medienquellen wie Blu-ray-Player, Spiele­konsole oder Streaming-Box direkt an die Sound­bar anzu­schließen. Die greift dann den Ton ab und leitet das Bild zum Fernseher durch. Oft ist es aber praktischer, den Ton vom Fernseher aus in Richtung Sound­bar zu leiten, insbesondere weil Apps für Streaming-Dienste und Mediatheken oft auf dem Fernseher laufen. Dafür müssen sowohl Fernseher als auch Sound­bar den HDMI-Stan­dard ARC (Audio Return Channel) unterstützen. Der noch neuere Stan­dard eARC über­trägt auch Tonformate wie Dolby Atmos und DTS:X verlust­frei.

Digital-optischer Audio­anschluss. Dieser auch Toslink genannte Anschluss eignet sich für ältere Fernseher ohne HDMI mit ARC oder eARC. Allerdings kann er nur komprimierte Tonsignale über­tragen.

Bluetooth. Manch älteres Sound­bar-Modell besitzt keinen HDMI-Anschluss, dafür aber einen Bluetooth-Empfänger. Damit kann man den Fernsehton oder auch Musik vom Smartphone oder Laptop kabellos über­tragen. Nachteile: Der Ton wird dabei komprimiert und es ist höchs­tens Stereo­ton möglich.

Sollte die Sound­bar vom gleichen Hersteller sein wie der Fernseher?

Sound­system und Fernseher müssen nicht vom selben Anbieter stammen. Achten Sie auf die Höhe der Sound­bar: Passt sie vor den Fernseher, ohne ins Bild zu ragen? Bei der Sound­plate zählt die Grund­fläche: Reicht der Platz auf dem Regal oder Sideboard? Passt der Standfuß Ihres Fernsehgeräts oben­drauf? Wenn nicht, muss die Sound­plate unter den Fernseher passen oder im Regalfach des Sideboards stehen.

Sound­bars im Test Testergebnisse für 106 Soundbars und Soundplates

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Thorsten.Maverick am 22.08.2022 um 13:07 Uhr
Kontozwang?

Bei Sonos braucht man z. B. für die Lautsprechersysteme ein Online Konto. Wie sieht das bei den hier getesteten Systemen aus? Warum werden nicht endlich alles Geräte mit Kontozwang abgewertet?

bplayed am 08.08.2022 um 21:16 Uhr
fragwürdiges Testfeld

Manchmal kommen mir doch Zweifel an der Unabhängigkeit von SWT. Es hat den Anschein als wolle man gewisse Marken besonders positiv darstellen, während man andere abstrafen möchte. Anders kann ich mir nicht erklären, wie man auf die Idee kommen kann, eine 20kg schwere Nubert Soundplate mit einem Bruttovolumen von fast 50 Litern mit 3-4 Kilo schweren Soundbars von Sonos, Denon o. Canton zu vergleichen, die gerade mal auf ein Brutto Volumen von knapp 6 Litern kommen und nebenbei nur ungefähr die Hälfte kosten. Evtl. hat es damit zu tun, dass Nubert überhaupt keine Soundbar im Angebot hat! Ich möchte gar nicht bezweifeln, dass die Nubert Geräte besser klingen, aber sie haben in diesem Testfeld schlichtweg nichts verloren. In einem Autotest würde auch keiner auf die Idee kommen einen Audi Q7 mit einem Fiat 500 zu vergleichen. Ja, beides sind Autos, aber ansonsten verbindet sie nichts miteinander. Anstatt der Nubert Geräte hätte man lieber eine Teufel Soundbar ins Testfeld aufnehmen sollen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 12.07.2022 um 09:29 Uhr
Mit welchem Fernseher wurde getestet?

@ulrich.meyer: Die Zuspielung wird für alle Lautsprecher mit denselben hochwertigen Klangquellen getestet. Hierbei werden nicht Lautsprecher und Fernsehgeräte von gleichen oder verschiedenen Anbietern ausprobiert. Zur Übertragung per Kabel werden HDMI- oder TOShiba-LINK-Verbindungen genutzt.Für den Raumklangtest werden bei unseren Tests je nach Bedarf die Formate Dolby Atmos (sowohl TrueHD als auch Digital Plus), Dolby Digital oder DTS verwendet.

ulrich.meyer am 08.07.2022 um 18:12 Uhr
Mit welchem Fernseher wurde getestet?

Ich vermisste bei "So haben wir getestet" das Setup, insbesondere den Fernseher.
Die Samsung Q-Series Soundbars spielen z.B. zusammen und abgestimmt mit einem aktuellen Samsung-Fernseher anders als mit einem anderen Fabrikat.

ne_sa am 08.07.2022 um 09:50 Uhr
Keine kalten Messdaten?

Zwar ist dieser Test wahrscheinlich 5 mal besser als bei durchschnittlichen """Fachmagazinen""" der Audiobranche, ich bin aber dennoch überrascht, dass bei 5 Fachleuten und sogar den erwähnten Messungen keine Diagramme gezeigt werden. Frequenzverlauf, Verzerrung bei hohen Pegeln Gruppenlaufzeit - all das wäre spannend gewesen, relativ leicht zu messen und man hätte dem Leser damit gleich etwas beibringen können. Audio Technik wird leider noch von zu viel Voodoo beherrscht.