So haben wir getestet

Im Test: 19 exemplarisch ausgewählte Sonnen­schutz­mittel mit hohem Sonnen­schutz­faktor (SPF 30 und 50).
Einge­kauft haben wir die Produkte im März und April 2017.
Die Preise ermittelten wir per Anbieterbefragung im Mai 2017.

Einhalten des ausgelobten Schutzes: 35 %

Sonnen­schutz­faktor (UVB): Um den Effekt von Sonne auf der menschlichen Haut zu simulieren, setzten wir unter kontrollierten Laborbedingungen Hauta­reale freiwil­liger Test­personen einer definierten UVB-Licht-Dosis aus. Auf die Test­felder trugen wir die Sonnen­schutz­mittel in stan­dardisierter Weise auf. Die Mittel sollen bewirken, dass sich die Haut erst nach einer höheren Dosis UV-Licht rötet (minimale Erythem-Dosis), als sie es in unbe­handeltem Zustand tun würde. Wir über­prüften, ob die Produkte die ausgelobte Schutz­wirkung vor UVB-Strahlen im entsprechenden Umfang entfalteten.
UVA-Schutz: Wir trugen die Produkte in definierter Weise auf durch­sichtige Kunst­stoff­plätt­chen auf und ermittelten, wie viel UVA-Strahlung sie dann noch durch­ließen. Die so erhaltenen Werte setzten wir in Beziehung zum jeweils auf den Produkten ausgelobten Sonnen­schutz­faktor – sie müssen mindestens ein Drittel dieses Wertes betragen.

Feuchtig­keits­anreicherung: 20 %

Die Feuchtig­keits­anreicherung in der Haut bestimmten wir mithilfe von Corneo­meter-Messungen an den Innen­seiten der Unter­arme von je 20 Test­personen. Das Corneo­meter ist ein Gerät, das den Wasser­gehalt in der Horn­schicht der Haut misst. Die Messungen erfolgten nach Auftragen der Produkte über sechs Stunden hinweg stündlich. Diese Werte verglichen wir mit den Werten eines sogenannten Positiv­stan­dards – einer Creme, die die Haut gut mit Feuchtig­keit anreichert – und mit denen eines unbe­handelten Haut­felds.

Anwendung: 25 %

Entnahme bei 20°C und 40°C: Jeweils fünf Test­personen entnahmen bei 20 °C und bei 40 °C Produkt­temperatur mit nassen und mit trockenen Händen etwas von dem Sonnen­schutz­mittel aus der Verpackung und beur­teilten, wie gut das möglich war.
Auftragen, Einziehen und Hautgefühl: Je 20 Probanden beur­teilten Konsistenz und Verteil­barkeit, Klebrig­keit, Einziehen, Weißeln sowie Hautgefühl nach dem Auftragen.
Wärme- und Kälte­beständig­keit: Wir lagerten die Sonnen­schutz­mittel über 24 Stunden bei minus 5 °C und zehn Tage bei 40 °C. Dann begut­achteten drei Experten, ob sich die Mittel gegen­über dem Ausgangs­zustand verändert hatten.

Mikrobiologische Qualität: 0 %

Wir bestimmten die Anzahl der Keime in den Produkten und prüften, ob bestimmte Mikro­organismen vorhanden waren. Außerdem prüften wir, ob die Mittel ausreichend konserviert waren, das heißt, wie gut sie mit bewusst einge­brachten Keimen fertig werden.

Beschriftung und Verpackung: 20 %

Anwendungs­hinweise: Wir orientierten uns an den Empfehlungen der EU vom September 2006 und an denen des Industrie­verbands Körper­pflege und Wasch­mittel (IKW) vom Januar 2008 und prüften, ob die empfohlenen Anwendungs­hinweise auf den Packungen zu finden waren.
Beschriftungen und Werbeaussagen: Ein Sach­verständiger über­prüfte die Deklaration gemäß den Vorschriften der Kosmetik- und der Fertigpackungs­ver­ordnung sowie des Lebens­mittel- und Futtermittel­gesetz­buchs, außerdem die Werbeaussagen. Drei Fachleute beur­teilten Lesbarkeit und Über­sicht­lich­keit der Angaben.
Verpackung: 20 Probanden bewerteten, wie gut sich die Produktbehälter öffnen und wieder verschließen lassen. Zudem erfassten wir, ob eine Originalitäts­sicherung vorhanden war.Dabei handelt es sich beispiels­weise um eine Folie, die sicher­stellt, dass der Käufer der erste Benutzer ist und das Mittel nicht schon von anderen benutzt wurde.

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind mit einem Stern­chen *) gekenn­zeichnet. Folgende Abwertungen haben wir einge­setzt: War das Urteil für den Sonnen­schutz­faktor ausreichend, konnten das Einhalten des ausgelobten Schutzes höchs­tens ausreichend und das test-Qualitäts­urteil maximal eine halbe Note besser sein.

Angaben laut Anbieter (nicht bewertet)

Die Angaben zu Sonnen­schutz­filtern, Parfüm, Konservierungs- und Farb­stoffen entnahmen wir den Angaben auf den Produkten.

Weitere Unter­suchungen

Mineral­ölbestand­teile: Wir prüften mithilfe eines speziellen Nach­weis­verfahrens (LC-GC/FID), ob und gegebenenfalls in welcher Konzentration die Produkte bestimmte Bestand­teile von Mineral­ölen enthielten – aromatische und gesättigte Mineralöl-Kohlen­wasser­stoffe, Moah und Mosh. Die Prüfung erfolgte bei Produkten mit deklarierten Inhalts­stoffen auf Mineral­ölbasis. In keinem der untersuchten Produkte konnten wir Moah oder Mosh nach­weisen.

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TestSonnen­creme06.07.2017
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