FAQ Sonnen­creme: Leser fragen, test.de antwortet

Zum Thema Sonnen­schutz erreichen die Stiftung Warentest viele Fragen von interes­sierten Lesern. Hier geben die Expertinnen aus dem Team Gesundheit und Kosmetik Antwort auf die wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen rund um Sonne, Sonnen­creme und Sonnen­spray.

UV-Strahlung und Licht­schutz­faktor

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Was ist der Unterschied zwischen UVA- und UVB-Strahlung?

Die Abkür­zung UV-Strahlung steht für die ultra­violette Strahlung im Sonnenlicht. Sie wird unterteilt in längerwel­lige UVA- und kurz­wellige UVB-Strahlen. Die UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein und werden für früh­zeitige Falten­bildung und Hautalterung verantwort­lich gemacht, UVB-Strahlen können einen Sonnenbrand hervorrufen. Lang­fristig können sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen Haut­krebs verursachen. Um Verbrennungen und andere Hautschädigungen zu vermeiden, sollte die Haut vor allem in den sonnenreichen Monaten, etwa von April bis Oktober, stets gut geschützt sein – sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlung.

Test Sonnencreme für Erwachsene
Test Sonnencreme für Kinder

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Worin unterscheiden sich chemische und mineralische Sonnen­schutz­filter?

Chemische Filter dringen in die Haut ein, absorbieren die UV-Strahlung, wandeln sie in harmlose Wärme um. Mineralische Filter – auch physika­lische Filter genannt – bestehen aus Pigmenten, die wie unzäh­lige kleinste Spiegel auf der Haut UV-Strahlen reflektieren und so fernhalten. Erlaubt sind generell nur nachgewiesen gesundheitlich unbe­denk­liche Filter. In Einzel­fällen können sie wie alle Inhalts­stoffe Allergien oder Unver­träglich­keiten auslösen. Damit sie sich nicht als weiß­licher Film auf der Haut ablagern, vermahlen Hersteller die mineralischen Filter oft zu winzigen Nanop­artikeln. Sie müssen auf der Packung in der Liste der Inhalts­stoffe mit dem einge­klammerten Wört­chen „Nano“ gekenn­zeichnet werden (mehr unter Was ist mit mineralischen Filtern in Nanopartikelgröße?).

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Was bedeutet der Sonnen- oder Licht­schutz­faktor (SPF/LSF) auf dem Sonnen­schutz­mittel?

Der Sonnen­schutz­faktor (kurz SPF: Sun Protection Factor) – auch Licht­schutz­faktor (LSF) genannt – gibt an, wie viel Mal länger man sich mit dem jeweiligen Produkt ungefähr der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Die Angabe des Faktors bezieht sich nur auf UVB-Strahlen und wird europaweit von den meisten Herstel­lern einheitlich bestimmt. Es gilt: Je größer die SPF-Zahl, desto länger die Schutz­dauer. Bei besonders hell­häutigen Menschen und Kindern kann sich die ungeschützte Haut schon nach fünf bis zehn Minuten in der Sonne röten. Tragen Sie ein Sonnen­schutz­mittel mit Schutz­faktor 30 auf, verlängert sich diese Zeitspanne theoretisch um etwa das 30-fache – also auf 150 bis 300 Minuten. Sie sollten diese Zeiten aber keinesfalls ausreizen, sondern spätestens nach rund zwei Dritteln der errechneten Schutz­zeit lieber raus aus der Sonne. Selbst Nach­cremen kann die Schutz­wirkung nicht intensi­vieren oder die einmal errechnete Schutz­zeit verlängern. Die Haut braucht eine Pause von der Sonne.

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Wie hoch sollte der Sonnen­schutz­faktor mindestens sein?

Seit 2006 gibt es für Sonnen­schutz­mittel Kriterien zur Mindest­wirk­samkeit gegen UVB- und auch UVA-Strahlen. Ein Produkt gilt danach nur als Sonnen­schutz­mittel, wenn es mindestens den Sonnen­schutz­faktor 6 aufweist und der UVA-Schutz­faktor mindestens ein Drittel des angegebenen SPF beträgt. Ein Sonnen­schutz­mittel mit dem SPF 6 muss also mindestens einen UVA-Schutz von 2 aufweisen. Mittel mit dem Sonnen­schutz­faktor von 6 bis 10 bieten einen leichten Sonnen­schutz, solche mit einem SPF zwischen 15 und 25 einen mitt­leren, die mit einem SPF von 30 bis 50 einen hohen Schutz.

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Was ist der UV-Index?

Der UV-Index ist ein welt­weites Maß für die sonnenbrand­wirk­same UV-Strahlung. Als extrem gelten Werte ab 11. Im Juli liegt der UV-Index im Norden Deutsch­lands bei etwa 7, im Süden bei bis zu 10, ebenso auf Mallorca, in Italien und der Türkei. Ein hoher Sonnen­schutz­faktor ist dann unbe­dingt ratsam. Unter www.uv-index.de sind die Werte täglich abruf­bar.

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Wie hoch sollte der Sonnen­schutz­faktor für Kinder sein?

Kinder­haut braucht einen hohen bis sehr hohen Sonnen­schutz­faktor – am besten 50+. Der Grund: Die Haut ist im Kindes­alter besonders empfindlich und schutz­bedürftig. Über die Fähig­keit zu bräunen verfügt sie noch nicht, statt­dessen verbrennt sie schnell. Manche Eltern befürchten, dass Sonnen­schutz­filter vor allem bei Babys und Klein­kindern Allergien auslösen könnten. Für derartige Annahmen liegen nach Einschät­zungen von Dermatologen jedoch keine ausreichend wissenschaftlichen Studien vor. Sie raten Eltern statt­dessen, keinesfalls auf umfassenden Schutz vor Sonnen­strahlen zu verzichten. Außer einem Sonnen­schutz­mittel mit hohem oder sehr hohem Sonn­schutz­faktor kann auch die richtige Kleidung Schutz bieten. Sie sollte aus dicht gewebtem, möglichst dunklem Stoff sein. Pralle Mittags­sonne, etwa zwischen 11 und 15 Uhr, ist für alle Kinder tabu. Babys und Klein­kinder im ersten Lebens­jahr sollten am besten immer im Schatten bleiben.
Test Sonnencreme für Kinder

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Wer braucht außerdem noch hohen Schutz?

Hell­häutige. Haut­ärzte unterscheiden sechs Haut­typen. Die ersten beiden haben helle bis sehr helle Haut, die unge­schützt schnell verbrennt. Der keltische Haut­typ (Typ 1) hat meist hell­blondes bis rotes Haar, der nordische (Typ 2) oft blondes, teils braunes Haar. Beide haben häufig helle Augen und Sommer­sprossen. Wer unsicher ist, was seinen Typ angeht, kann ihn vom Haut­arzt bestimmen lassen.

Wasser­sportler. Noch in einem Meter Wasser­tiefe behalten UVB-Strahlen 50 Prozent ihrer Intensität, UVA-Strahlen 80. Schwimmer, Schnorchler, Surfer und Taucher bekommen sie meist über Stunden direkt ab.

Kranke. Immun­geschwächte, Organ­trans­plantierte und Menschen, die bereits an Haut­krebs oder einer Vorstufe davon leiden, brauchen einen hohen Sonnen­schutz.

Urlauber. Viele zieht es in den Süden. Je näher das Ferien­ziel am Äquator liegt, desto intensiver die UV-Strahlung und umso größer das Sonnen­brandrisiko.

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Brauchen Kinder spezielle Sonnen­cremes oder Sonnen­sprays?

Eigentlich nicht, denn grund­sätzlich können Kinder und Erwachsene dieselben Sonnen­creme verwenden. Ein paar Besonderheiten und Vorteile haben Kinder­sonnen­schutz­mittel aber: Sie haben meist einen besonders hohen Sonnen­schutz­faktor. In vergangenen Tests zeigte sich außerdem, dass sie häufiger parfum­frei sind als die Produkte für Erwachsene. Das ist für Kinder wichtig, die auf Duft­stoffe allergisch reagieren. Häufig versprechen Produkte speziell für Kinder „extra wasser­fest“ zu sein (siehe auch Was bedeutet eigentlich wasserfest?). Diese Aussage kann Eltern zu sehr in Sicherheit wiegen, denn so gekenn­zeichnete Produkte müssen nach vier Mal 20 Minuten Baden nur noch mindestens 50 Prozent des Schutzes bieten. In unseren Tests schafften das allerdings nicht immer alle Produkte. Verlassen Sie sich deshalb – auch bei Sonnen­schutz­mitteln für Erwachsene – lieber nicht allzu sehr auf die Auslobung „wasser­fest“ oder „extra wasser­fest“. Nach­cremen ist nach jedem Badegang für Groß und Klein wichtig. Übrigens: Kinder­sonnen­schutz­mittel eignen sich selbst­verständlich auch für alle Erwachsenen, denen die genannten Aspekte wichtig sind.

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Was bringt der Licht­schutz­faktor 15, etwa in Tages­cremes oder Make-up?

Für den Büro-Alltag liefern sie guten Schutz. Wenn Sie allerdings im Sommer viel draußen sind, reicht das meistens nicht. Dann sollten Sie zusätzlich Sonnen­creme benutzen. Tragen Sie erst das Sonnen­schutz­mittel auf, lassen Sie es einziehen, verwenden Sie dann gegebenenfalls eine Tages­creme und danach Make-up.

Gesundheitliche Aspekte

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Können UV-Filter der Haut schaden?

In Kosmetika, die inner­halb der Europäischen Union (EU) hergestellt sind, dürfen nur Filter zum Einsatz kommen, die laut EU-Kosmetik­ver­ordnung offiziell als Sonnen­schutz­filter zugelassen sind. Und diese Zulassung erhalten sie nur dann, wenn sie den Nach­weis erbringen können, gesundheitlich unbe­denk­lich zu sein. Allerdings: Es ist nie auszuschließen, dass selbst zugelassene UV-Filter bei Menschen mit besonders empfindlicher Haut in Einzel­fällen Allergien oder Unver­träglich­keiten auslösen.

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Sind Nanop­artikel in Sonnen­schutz­mitteln unbe­denk­lich?

Laut Bundes­institut für Risiko­bewertung (BfR) geht nach derzeitigem Wissens­stand von Nano­teilchen in Kosmetika keine gesundheitliche Gefahr aus, wenn die Produkte auf gesunde oder auch sonnen­verbrannte Haut aufgetragen werden. Für wunde oder verletzte Haut gibt es hingegen keine Entwarnung, da hierzu keine gesicherten wissenschaftlichen Erkennt­nisse vorliegen. Weitere Forschungs­arbeit ist nötig. Laut dem Wissenschaftlichen Ausschuss für Verbrauchersicherheit (SCCS) der EU-Kommis­sion deuten Tests darauf hin, dass einge­atmete Nanoteilchen die Lunge schädigen und krebs­er­regend wirken könnten (siehe EU-Publikation Sonnenschutzmittel mit Titandioxid in Nanopartikelform). In sprüh­baren Mitteln, wie zum Beispiel Sonnen­sprays aus Aerosol-Dosen, sollten sie daher vorsorglich nicht einge­setzt werden. Die Gefahr, dass Nanop­artikel aus Cremes und Lotionen über die Atemwege in den Körper gelangen, ist generell als gering einzuschätzen.

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Was ist mit anderen kritischen Stoffen?

Seit unserem Test vom Juli 2018 über­prüfen wir die Inhalts­stoff­listen der Produkte auf Stoffe, die der SCCS – der wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU – als kritisch bewertet hat. Sofern diese Stoffe enthalten sind, über­prüfen wir auch deren Konzentrationen. In den Fokus geraten ist unter anderem der Duft­stoff Lilial. Bislang ist nicht abschließend geklärt, ob Lilial beim Menschen das Erbgut verändern oder die Fort­pflan­zungs­fähig­keit beein­trächtigen kann. Damit bleibt ungewiss, ob und in welchen Konzentrationen Lilial in Kosmetika sicher verwend­bar ist. Wir bewerten den Stoff daher kritisch und sind der Ansicht: Hersteller sollten vorsichts­halber darauf verzichten.

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Kann die Haut auch gesund bräunen?

Nein: Bräunung ist eine Schutz­reaktion der Haut. Zwar erhöht sie die Eigen­schutz­zeit nicht einge­cremter Haut gering­fügig. Doch selbst wenn die Haut nicht verbrennt, kann sie beim Bräunen Schäden davon­tragen, die später zum Beispiel zu Haut­krebs führen können. Auch Sonnen­creme oder Sonnen­spray liefern keinen Frei­brief für endlose Sonnenbäder. Sie verlängern nur den Zeitraum, bis das Sonnen­konto voll ist.

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Kann die Haut trotz Sonnen­schutz Vitamin D herstellen?

Ja – wenn auch weniger. Der Körper braucht UV-Strahlen, um das für den Knochen­aufbau wichtige Vitamin D zu bilden. Wie viel davon der Einzelne bildet, wenn er einen Teil der UV-Strahlung mit Sonnen­schutz­mitteln abblockt, ist nicht geklärt. Weitere Infos finden Sie in den FAQ Vitamin-D.

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Ich gehe regel­mäßig ins Nagel­studio. Muss ich meine Hände dort mit Sonnen­creme schützen?

Wer Wert legt auf lackierte und modellierte Nägel vom Profi, sollte im Nagel­studio tatsäch­lich auf Sonnen­schutz für die Hände achten. Der Krebs­informations­dienst warnt vor der ultra­violetten Strahlung der Lampen, die zur Härtung des Nagellacks genutzt werden – sie könnte das Risiko für weißen Haut­krebs erhöhen. Forscher sind uneins, wie hoch das individuelle Krebs­risiko ist, raten aber unisono zu vorbeugenden Maßnahmen: Schützen Sie Ihre Hände mit fingerlosen Hand­schuhen oder Sonnen­creme mit hohem Licht­schutz­faktor.

Die richtige Anwendung

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Wie viel Sonnen­creme sollte aufgetragen werden?

Bei Sonnen­creme gilt: klotzen statt kleckern. Um den angegebenen Sonnen­schutz­faktor zu erreichen, braucht eine 1,80 Meter große Person etwa 40 Milliliter für den ganzen Körper – ungefähr drei Esslöffel. Wer kleiner ist, entsprechend weniger. Bei einem Sonnenbad pro Tag reicht zum Beispiel eine 200-Milliliter-Flasche also für fünf Tage – höchs­tens: Da beim Baden, Abtrocknen und Schwitzen der Schutz verloren geht, sollte stets nachgecremt werden. Für 14 Tage Strand­urlaub heißt das: mindestens drei Flaschen ins Gepäck.

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Wie lässt sich die Kopf­haut am besten schützen?

Grund­sätzlich bieten Hut, Mütze oder Tuch den besten Schutz und sind bei Kindern unver­zicht­bar. Eine Kopf­bedeckung beugt nicht nur einem Sonnenbrand, sondern im Zweifel auch einem Sonnen­stich vor. Breite Krempen schützen auch Ohren und Nacken. Insbesondere eine Glatze sollte stets gut vor UV-Strahlung geschützt sein – wer für diesen Bereich ein Sonnenschutzmittel verwendet, wählt am besten einen hohen Sonnen­schutz­faktor. Bei schütterem Haar kann ein Aerosol, also ein Spray aus der Dose, Schutz bieten. Wer es aufsprüht, sollte es aber auch auf dem Kopf gut verreiben.

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Wie lange sind Sonnen­schutz­mittel halt­bar?

Wenn kein Mindest­halt­barkeits­datum drauf steht, geben Aussehen und Geruch Hinweise darauf, ob das Mittel noch brauch­bar ist. Exemplarische Prüfungen der Stiftung Warentest ergaben: Sieht das Produkt noch so aus wie nach dem Kauf, hält es den Sonnen­schutz­faktor normaler­weise ein. Entsorgen Sie dagegen Produkte, deren Bestand­teile sich voneinander absetzen, die ausflocken oder komisch riechen.

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Welchen Schutz bietet Kleidung?

Kleidung kann ein guter Schutz vor schädigenden Sonnen­strahlen sein – wenn der Stoff dicht gewebt und dunkel gefärbt ist. Polyester­fasern eignen sich besonders gut. Dagegen bieten beispiels­weise weiße, fast durch­sichtige Kleidungs­stücke aus feiner Baumwolle fast keinen Schutz, auch wenn sie bei großer Hitze angenehm zu tragen sind. Oberteile sollten mindestens die Schulter­partie bedecken, dort entsteht besonders schnell ein Sonnenbrand. Trägerhemd­chen schützen da nicht. Mit Hüten, Mützen oder Tüchern zum Binden sollten vor allem Menschen mit wenig oder dünnem Haar ihre Kopf­haut bedecken. Das ist auch bei Kindern unver­zicht­bar.

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Kann Parfüm in Verbindung mit Sonne Flecken auf der Haut verursachen?

Ja, das ist möglich. Die Kombination von Sonnenlicht und Parfüm oder Deo kann lang anhaltende, unschöne Verfärbungen auf der Haut bewirken. Wer plant, in die Sonne zu gehen, sollte mit Parfüm vorsichtig sein.

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Wie lassen sich auf der Kleidung Flecken durch Sonnen­schutz­mittel vermeiden?

Solche oft gelb­lichen Verfärbungen lassen sich nur schwer auswaschen. Verursacher sind häufig die chemischen UVA-Filter, offen­bar auch in Verbindung mit Schweiß, Haut­fett und Wasser. Durch Waschen der Kleidung können sich die Flecken noch verstärken. Wir haben auch nach intensiven Recherchen noch kein Test­verfahren gefunden, solche Flecken repro­duzier­bar zu erzeugen. Wie gut sie sich bei den geprüften Mitteln wieder auswaschen lassen, können wir daher nicht testen. Verhindern lassen sich Verfärbungen am ehesten mit etwas Geduld: Ziehen Sie sich nach dem Eincremen nicht sofort an, sondern warten Sie, bis das Sonnen­schutz­mittel gut in die Haut einge­zogen und getrocknet ist. Fleckig gewordene Kleidung möglichst bald bei mitt­lerer bis nied­riger Temperatur und mit Wasch­mittel ohne Bleiche waschen.

Spray, Stick, Tube

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Sind Sprays eine Alternative zu Lotionen und Cremes?

Ja, wenn Sie das Spray gut verteilen. Allerdings ist die Gefahr groß, zu wenig zu nehmen. Deshalb: Doppelt gesprüht schützt besser – einmal den ganzen Körper besprühen, verreiben, trocknen lassen, danach ein zweites Mal sprühen und wieder auf der Haut verteilen.

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Es gibt auch Sonnen­schutz-Stifte. Was sollte man bei ihrer Anwendung beachten?

Sonnen­schutz­mittel in Stiftform machen vor allem Kindern Spaß und sind praktisch für unterwegs. Die leicht wachs­artige Konsistenz sorgt dafür, dass nichts tropft, kleckert, klebt oder in der Tasche ausläuft. Die Stifte eignen sich eher zum Schutz kleinerer Hautflächen – etwa im Gesicht, auf den Ohren oder Fußrücken. Wichtig ist auch hier: Mit dem Stift zunächst eine reichliche Menge des Produktes auf die Haut streichen und anschließend mit den Händen gut verreiben.

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Am Ende bleibt immer ein Rest Sonnen­schutz­mittel in der Tube zurück. Ist das nicht Betrug?

Es stimmt, dass es am Ende oft schwierig wird, Sonnen­cremes, Sprays und andere Kosmetika bis zum letzten Rest aus der Tube oder Flasche zu holen. In der Vergangenheit haben unsere Tests aber ergeben, dass die Anbieter dies berück­sichtigen: Sie füllen ihre Produkte deswegen meist in so ausreichend großen Mengen in die Verpackungen, dass sich die sogenannte Nenn­füll­menge – das ist die auf der Packung angegebene Menge – auch tatsäch­lich entnehmen lässt.

Sonnen­creme und Baden

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Was bedeutet eigentlich „wasser­fest“?

Die Stiftung Warentest sieht Versprechen zur Wasser­festig­keit von Sonnen­schutz­mitteln kritisch. Der Grund: Anbieter dürfen ein Sonnen­schutz­mittel schon dann als wasser­fest bezeichnen, wenn es nach zweimal 20 Minuten Baden noch die Hälfte des ursprüng­lich gemessenen Schutzes bietet. Selbst das schafften in unseren früheren Tests allerdings nicht alle als wasser­fest gekenn­zeichneten Produkte. Der Begriff „wasser­fest“ kann Verbraucher also zu sehr in Sicherheit wiegen. Seit Juli 2017 prüfen wir die Wasser­festig­keit nicht mehr. Statt­dessen ziehen wir so gekenn­zeichneten Produkten Punkte bei den Werbeaussagen ab. Für Sonnen­anbeter gilt stets: Nach dem Baden, Abtrocknen oder Schwitzen nach­cremen. Auch wenn Sie beispiels­weise Ihren Kindern Gesicht und Hände zwischen­durch mit feuchten Tüchern oder Wasch­lappen reinigen cremen Sie lieber nach.

Test Sonnencreme für Erwachsene
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Heißt „Wet Skin“ auto­matisch auch wasser­fest?

Nein. Wet-Skin-Produkte sollen auch auf nasser oder verschwitzter Haut gut einziehen können, sie sind nicht zwingend wasser­fest.

Sonnen­schutz­mittel und Umwelt

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Gefährden chemische UV-Filter in Sonnen­schutz­mitteln die Umwelt?

Hawaii will die chemischen Sonnen­schutz­filter Octinoxat und Oxybenzon aufgrund von einigen Studien ab 2021 verbieten. In den Unter­suchungen geht es um mögliche hormon­ähnliche Effekte der Filter auf Wasser­lebewesen wie etwa Korallen, Fische oder andere Wasser­organismen. Die Studien­daten werden derzeit inner­halb der EU geprüft. Reichen sie aus und bestätigt sich die hormonelle Wirkung der Stoffe, kann das auch in Europa zu einem Verbot der UV-Filter führen. Eine akute Gefahr für eine Tier­art oder ein Ökosystem hier­zulande besteht nicht. Oxybenzon wird bei uns gar nicht mehr für Sonnen­schutz­mittel verwendet, Octinoxat – das in der Inhalts­stoff­liste als Ethylhexyl Methox­ycinnamate auftaucht – eher selten.

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Was ist mit mineralischen Filtern in Nano­partikelgröße?

Filter wie Titan- und Zink­oxid werden von Herstel­lern häufig zu Nanop­artikeln vermahlen, damit sie sich nicht als weißer Film auf der Haut ablagern. Es hängt von Beschaffenheit, Form und weiteren Eigenschaften ab, welche schäd­lichen Effekte diese Partikel in der Umwelt haben. Bislang ist das aber noch nicht ausreichend erforscht. Zum Teil fehlen dazu die Test­methoden.

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