Sonnen­creme und Sonnen­spray im Test Test

Spaß am Meer. Kinder brauchen Cremes mit ­einem Licht­schutz­faktor von mindestens 30 und gute Kleidung.

Zuver­lässiger UV-Schutz für die Haut ist unver­zicht­bar. Deshalb testet die Stiftung Warentest jedes Jahr Sonnen­schutz­mittel – Cremes, Lotionen und Sprays von günstig bis teuer, aus Apotheken, Super- und Drogeriemärkten und Discountern. Aktuell im Sonnen­schutz-Test: Sonnen­schutz­mittel mit hohem und sehr hohem Schutz­faktor (30, 50 und 50+). Fast alle der 19 Sonnen­cremes und Sonnen­sprays über­zeugen – zwei eher teure fallen durch (Preise: 1,10 bis 33 Euro pro 100 Milliliter).

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TestSonnen­creme und Sonnen­spray im Test10.07.2019
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Fast alle Sonnen­schutz­mittel schützen wie ausgelobt

Fast alle geprüften Produkte im Test können mit in den Urlaub oder zum Badesee: 11 von 19 zuletzt getestete Sonnen­schutz­mittel schneiden insgesamt gut ab, 6 sogar sehr gut. Sie schützen so vor UVB-Strahlung, wie es auf der Packung steht – und auch ihr UVA-Schutz stimmt. Auf Mittel mit Licht­schutz­faktor 50 und 50+ sollten vor allem Menschen mit heller Haut setzen, Wasser­sportler oder Menschen, die nah am Äquator Urlaub machen. Zudem nutzt ein recht hoher Faktor der Haut von Kindern, da sie sehr empfindlich ist. Generell bestätigt sich auch in diesem Jahr: Der Preis sagt nichts über die Qualität der geprüften Mittel aus. Das güns­tigste Produkt im Test – schon für 1,10 Euro pro 100 Milliliter zu haben – schützt ebenso zuver­lässig wie solche, für die 10 oder gar über 30 Euro zu zahlen sind.

Ein Sonnen­spray enthält kritische Duft­stoffe

Ausgerechnet zwei eher teurere Sonnen­schutz­mittel fallen im jüngsten Test­durch­gang durch: Sie unter­schreiten den ausgelobten Sonnen­schutz­faktor. Das führt zur Note mangelhaft im Gesamt­urteil. Eines dieser beiden enthält zudem einen kritischen Duft­stoff. Er heißt Lilial. Bislang ist unklar, ob Lilial beim Menschen die Fort­pflan­zungs­fähig­keit beein­trächtigen oder das Erbgut verändern kann. Damit bleibt ungewiss, ob und in welchen Konzentrationen Lilial in Kosmetik­produkten sicher ist.

Das bietet der Test Sonnen­schutz­mittel der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Sie finden hier die Test­ergeb­nissen zu 19 Sonnen­cremes, Sonnenlotionen und Sonnen­sprays mit Sonnen­schutz­faktor 30, 50 oder 50+. Nach dem Frei­schalten des Tests können Sie auch die Tabelle des Tests 7/2018 nutzen. Darin haben wir die Produkte gekenn­zeichnet, die laut Anbieter unver­ändert im Angebot sind und bei denen eine Deklarations­prüfung durch unsere Experten keine Anhalts­punkte für eine Veränderung gegeben hat.

Heft­artikel & FAQ. Sie erhalten auch Zugriff auf die PDF der Sonnenschutz-Testberichte der Zeit­schrift test. Kostenlos sind die Informationen in unserem FAQ Sonnenschutz.

Punkt­abzug für falsche „Wasser­fest“-Versprechen

Auf allen aktuell geprüften Tuben und Flaschen prangt das Wort „wasser­fest“. Wer in seinen Werbeaussagen so dick aufträgt, weckt große Erwartungen. Doch auch Sonnen­cremes und Sprays, die als „wasser­fest“ beworben werden, können beim Baden oder Planschen einen Teil ihrer Schutz­wirkung einbüßen. Denn selbst wenn sie nach zweimal 20 Minuten Baden nur noch die Hälfte des ursprüng­lichen Schutzes bieten, dürfen sie laut interna­tionaler Norm „wasser­fest“ heißen. Wer auf Flasche oder Tube verspricht, sein Produkt sei „wasser­fest“, ohne genauer zu erläutern, was das heißt, bekam Punkt­abzug in der Bewertungs­kategorie „Beschriftung und Werbeaussagen“– weil das beim Verbraucher eine trügerische Sicherheit erzeugen kann.

Unser Rat: Frischen Sie nach dem Baden immer Ihren Sonnen­schutz auf. So sind Sie auf der sicheren Seite.

Nur wer richtig cremt, ist richtig geschützt

Auch die beste Sonnen­creme kann ihre Wirkung nur entfalten, wenn sie richtig aufgetragen wird: Die Produkte müssen reichlich und groß­flächig auf der Haut verteilt werden, hin und wieder sollten Sonnen­anbeter nach­cremen. Zusätzlichen Schutz bietet Kleidung. Viele Verbraucher klagen aber darüber, dass Sonnen­schutz­mittel vor allem auf hellen Textilien sehr leicht unschöne und hartnä­ckige Flecken verursachen, die sich nur schwer wieder auswaschen lassen. Nivea wirbt plaktiv mit „Anti-Flecken“ und dem Bild eines weißen T-Shirts. Über­prüfen ließ sich dieses Versprechen nicht.

Eine Flasche reicht höchs­tens für fünf Tage

Sonnen­creme und Sonnen­spray im Test Test

Nicht zu knauserig sein mit der Sonnen­creme: Eine Flasche ist fix verbraucht.

Bei Sonnen­creme gilt: klotzen statt kleckern. Um den angegebenen Sonnen­schutz­faktor zu erreichen, braucht eine 1,80 Meter große Person etwa 40 Milliliter für den ganzen Körper – drei Esslöffel voll. Wer kleiner ist, etwas weniger. Bei einem Sonnenbad pro Tag reicht eine 200-Milliliter-Flasche also für in etwa fünf Tage – höchs­tens: Da beim Baden, Abtrocknen und Schwitzen der Schutz verloren geht, sollte stets nachgecremt werden. Für 14 Tage Strand­urlaub heißt das: mindestens drei Flaschen ins Gepäck.

Tipps für die Sonnen­creme-Nutzung

So lassen sich Flecken auf der Kleidung von vorn­herein vermeiden oder im Fall der Fälle wieder auswaschen – und was Sie sonst noch wissen sollten, um richtig geschützt zu sein:

  • Flecken vermeiden. Sonnen­schutz­mittel hinterlassen auf heller Kleidung leicht unschöne Flecken. Ziehen Sie sich nach dem Eincremen deshalb nicht sofort an, sondern warten Sie, bis das Sonnen­schutz­mittel gut in die Haut einge­zogen und getrocknet ist. Auf dunklen Fasern sind die Flecken weniger zu sehen, als auf hellen. Dunkle, dichte Stoffe schützen zudem besser vor UV-Strahlen.
  • Dick auftragen. Verteilen Sie Sonnen­schutz­mittel in reichlicher Menge gut auf der Haut. Sprays am besten doppelt anwenden: den Körper einmal einsprühen, das Produkt verreiben und trocknen lassen. Dann das Ganze noch einmal von vorn. Bei längerem Aufenthalt in der Sonne immer wieder nach­sprühen und -cremen, um den Schutz aufrecht zu erhalten – das gilt auch für Produkte, die als „wasser­fest“ gekenn­zeichnet sind.
  • Nicht ausreizen. Bei hell­häutigen Menschen kann sich die ungeschützte Haut schon nach etwa fünf bis zehn Minuten in der Sonne röten. Ein Sonnen­schutz­mittel mit Faktor 30 verlängert diese Zeit etwa um das 30-Fache – also auf 150 bis 300 Minuten. Ausreizen sollte diese Grenzen allerdings niemand. Nach etwa zwei Dritteln der Zeit heißt es sicher­heits­halber: Raus aus der Sonne, rein in den Schatten! Und ganz wichtig zu wissen: Nach­cremen ist zwar wichtig, es verlängert jedoch die einmal erreichte Schutz­zeit nicht.
  • Schön geschützt. Wer auf Make-up und Sonnen­schutz gleichermaßen Wert legt, sollte diese Reihen­folge beachten: Erst das Sonnen­schutz­mittel auftragen und einziehen lassen, dann gegebenenfalls eine Tages­pfle­gecreme verwenden und anschließend das Make-up.

Tipp: Viele weitere Fragen zum Thema Sonnen­schutz beant­worten wir in unseren FAQ Sonnencreme und Sonnenspray.

Nutzer­kommentare, die vor dem 26. Juni 2019 gepostet wurden, beziehen sich noch auf eine der früheren Unter­suchungen.

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