Sonnen­schutz­mittel im Test Vier versagen beim UV-Schutz

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Sonnen­schutz­mittel im Test - Vier versagen beim UV-Schutz
Den Sommer sicher genießen. UV-Schutz­mittel vor allem nach dem Baden erneut groß­zügig auftragen und erst dann zum Aufwärmen in die Sonne setzen. © Westend61 / hsimages

Von 20 Sonnen­cremes, Sprays und Lotions sind vier mangelhaft, darunter drei Naturkosmetika. Die meisten Produkte schützen die Haut aber zuver­lässig, auch preisgüns­tige.

Sonnen­schutz­mittel im Test Testergebnisse für 20 Sonnenschutzmittel für Erwachsene

Inhalt

Was gehört zu einem perfekten Sommer? Auf die Liste schreiben wir: Sonne, Strand und Eis essen, aber auch UV-Schutz für die Haut. Denn die UV-Strahlung aus dem Sonnenlicht kann zu schmerzhaftem Sonnenbrand, früh­zeitiger Hautalterung und lang­fristig auch zu Haut­krebs führen.

Davor schützen sollen Sonnen­cremes, -lotionen und -sprays mit hohem oder sehr hohem Sonnen­schutz­faktor (30, 50 und 50+). Die Stiftung Warentest hat 20 geprüft. Die gute Nach­richt: 16 Produkte schützen zuver­lässig vor UV-Licht, neun davon sind insgesamt sehr gut. Auch besonders preisgüns­tige Lotionen über­zeugen. Sie gibt es schon ab 1,12 Euro pro 100 Milliliter.

Warum sich der Sonnen­creme-Test für Sie lohnt

  • Test­ergeb­nisse. Der Sonnen­creme-Test der Stiftung Warentest bietet Qualitäts­urteile von 20 Sonnen­schutz­mitteln mit Licht­schutz­faktor 30, 50 oder 50+. Mit dabei: Klassiker wie Nivea, Garnier und Ladival, Produkte von dm, Ross­mann und Lidl sowie aus der Apotheke von Avène, Eucerin und La Roche-Posay.
  • Die beste Sonnen­creme für Sie. Mit wenigen Klicks können Sie die Sonnen­cremes, -lotionen und -sprays im Test nach Ihren eigenen Bedürf­nissen filtern. Zusätzlich kurz und kompakt: Die sehr guten und guten Produkte aus den Tests 7/2019 und 7/2021, die laut Anbietern weiterhin unver­ändert zu haben sind. Erhältlich­keit und Preise dieser Produkte haben wir im Mai 2022 aktualisiert.
  • Tipps und Hintergrund. Wir ordnen die Kritik an den Sonnen­schutz­filtern Octocrylen und Homosalat ein. Im Interview mit einem Umwelt­schutz­experten lesen Sie, welchen Einfluss UV-Filter auf die Natur haben und was umwelt­bewusste Sonnenfans beachten können.
  • Heft­artikel als PDF. Nach dem Frei­schalten erhalten Sie die Heft­artikel aus test 8/22 sowie 7/21 zum Download.

Sonnen­schutz­mittel im Test Testergebnisse für 20 Sonnenschutzmittel für Erwachsene

Schlappe für fast alle Naturkosmetika

Unser Sonnen­creme-Test dürfte vor allem Naturkosmetik-Fans enttäuschen: Drei der vier zertifizierten Naturkosmetik­produkte können wir nicht empfehlen. Sie unter­schreiten den auf der Packung angegebenen Schutz­faktor (UVB-Schutz) zum Teil deutlich und schneiden deshalb mangelhaft ab. Gleiches gilt für ein konventionelles Spray. Drei der vier mangelhaften Produkte bieten außerdem keinen ausreichenden UVA-Schutz.

Nur wer richtig cremt, ist richtig geschützt

Selbst die besten Sonnen­schutz­mittel können nur sicher schützen, wenn sie reichlich genutzt werden: Cremes, Lotionen und Sprays also immer wieder groß­zügig auf der Haut verteilen. Vor allem wer viel schwitzt, schwimmt oder planscht, sollte fleißig nach­cremen. Aber: Nach­cremen verlängert nicht die maximale Schutz­dauer. Die Haut braucht deshalb regel­mäßig längere Schatten­pausen (siehe FAQ Sonnencreme). Besondere Vorsicht ist bei Kindern geboten, denn ihre Haut ist noch deutlich sonnen­empfindlicher als die von Erwachsenen.

Tipp: Sonnenschutzmittel für Kinder haben wir zuletzt im Sommer 2020 getestet. Drei gute Produkte sind nach Angaben der Anbieter noch unver­ändert im Handel erhältlich.

Der Sonnen­schutz­creme-Test im Video

Klotzen statt kleckern. Die Tests sind aufwendig, die Ergeb­nisse zum Teil enttäuschend. Doch auch sehr gute Sonnen­cremes schützen nur, wenn sie richtig angewendet werden. Wir zeigen, wie es geht.

Sonnen­schutz­mittel im Test Testergebnisse für 20 Sonnenschutzmittel für Erwachsene

Test mit neuem Prüf­programm

Die aktuellen Ergeb­nisse sind nicht direkt vergleich­bar mit denen früherer Tests, da wir das Prüf­programm verschlankt haben: Die mikrobiologische Qualität etwa prüfen wir nicht mehr, Keime waren in der Vergangenheit ohnehin kein Problem. Zudem testen wir nicht mehr, wie gut die Produkte die Haut mit Feuchtig­keit versorgen und pflegen. Denn reichhaltige Sonnen­cremes sind inzwischen selten, beliebt sind dagegen besonders leichte Sprays und Gele. Auch der Test, wie gut sich die Produkte anwenden lassen, ist entfallen.

Tipp: Für UV-Schutz plus Pflege erst eine Bodylotion auftragen und gut einziehen lassen, dann Sonnen­schutz­mittel verwenden.

Sonnen­schutz­mittel im Test Testergebnisse für 20 Sonnenschutzmittel für Erwachsene

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Profilbild Stiftung_Warentest am 25.08.2022 um 07:42 Uhr
dm Alverde

@berndschulz: Mit dem aktuellen Test das Prüfprogramm verschlankt. U.a ist der Test wie gut sich die Produkte anwenden lassen entfallen.
Einige Sonnencremes, meist Naturkosmetikprodukte, verwenden keine chemischen UV-Filter, sondern die mineralischen UV-Filterpigmente Titandioxid oder Zinkoxid. Alverde enthält Titandioxid. Das Problem dabei: Diese Pigmente sind weiß und können dementsprechend auch einen weißen Film auf der Haut hinterlassen.
Ihre Rückmeldung ist uns Anlass zu überdenken, ob wir in Folgetests die Anwendungsprüfung wieder aufnehmen.

berndschulz am 23.08.2022 um 18:12 Uhr
DM Alverde in der Anwendung Mangelhaft

Wegen des guten Ergebnisses im Test habe ich die Creme vor dem Urlaub gekauft. Sonnenschutz kann/will ich nicht beurteilen. Lediglich dass diese Creme fast unmöglich zu verteilen ist und so gut wie nicht einzieht. Beim ersten Mal etwas großzügiger aufgetragen war ich komplett „Cremeweiß“. Das selbst nach mehreren Stunden auf und im Wasser. Die Creme ließ sich auch durch Duschen nicht entfernen. Ich musste sie mit dem trockenen Handtuch von der schon trockenen Haut abrubbeln, ähnlich wie bei einem Peeling. Beim nächsten Mal sehr sehr wenig aufgetragen. Verteilung mangelhaft, Hände bleiben Cremig und ich habe jetzt 2 Tage später noch helle Stellen auf der Haut und sehe sehr gefleckt aus.
Fazit, die Creme ist in den Müll gewandert und ich habe hier in den USA lokalen Ersatz gekauft.

Profilbild Stiftung_Warentest am 13.07.2022 um 13:07 Uhr
Nanopartikel

@ testuser254jkl: Vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Interesse an unserer Veröffentlichung zum Thema Sonnenschutzmittel. Mineralische UV-Filter, die beispielsweise die Pigmente Titandioxid oder Zinkoxid enthalten, werden von Herstellern häufig zu Nanopartikeln vermahlen, damit sie sich nicht als weißer Film auf der Haut ablagern. Wenn Nanopartikel verwendet wurden, sind diese bei den Inhaltsstoffen eines Produktes entsprechend deklariert und mit dem Wort „Nano“ in Klammern hinter dem UV-Filter angegeben. Die verwendete Art des Schutzfilters finden Sie in unserer interaktiven Datenbank: www.test.de/Test-Sonnencreme-und-Sonnenspray-fuer-Erwachsene-4868984-0/ , unter Produktmerkmale. Gerne möchten wir Sie an dieser Stelle auch auf unsere FAQ zum Thema Sonnenschutzmittel hinweisen: www.test.de/Test-Sonnencreme-und-Sonnenspray-fuer-Erwachsene-4868984-4868993/ . Hier werden zahlreiche Fragen rund um das Thema Sonnenschutz und richtiges Eincremen beantwortet.

testuser254jkl am 09.07.2022 um 10:38 Uhr
Ohne Nanopartikel und dennoch schnell einziehend?

@Stfung_Warentest Vielen Dank für den Hinweis auf die Bezeichnung "Nano" von Cremes.
Verstehe ich es richtig, dass man die Verwendung von Nanopartikel in Kauf nehmen muss, um keinen weißen Film auf der Haut zu haben?
Gibt es keine anderen empfehlenswerten Produkte, die ohne Nanopartikel auskommen?

Olyndria am 05.07.2022 um 21:12 Uhr
Bitte mal Testen.

Könntet ihr bitte mal Produkte von i+m (iplusm) Testen?
Da gibt es z.B. i+m Sonnencreme Gesicht LSF 30, oder i+m Sun Protect Sonnenlotion LSF 30. Nett wäre könntet ihr beide mal Testen, habe so das Gefühl, das es nicht den LSF einhält der draufsteht, aber eins wäre auch völlig in Ordnung, Dankeschön.