Heckenscheren Länger, güns­tiger und sicherer schneiden

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Heckenscheren - Länger, güns­tiger und sicherer schneiden
© Thinkstock, Stiftung Warentest (M)

Auch bei einem scheinbar so ausgereiften Produkt wie einer Heckenschere schreitet der tech­nische Fort­schritt voran: Der Trend geht weg vom Netz­kabel. Kein Wunder. Akku-Heckenscheren werden billiger und besser. Die Mehr­zahl kommt auf eine Akku-Lauf­zeit von mehr als 40 Minuten, drei halten sogar 80 Minuten durch, deutlich mehr als im Test 2012. Ob die Akku-Modelle auch sauber schneiden, zeigt der Test von 15 Heckenscheren, 5 davon Lang­stiel-Heckenscheren.

Inhalt

[19.8.2020]: Aktueller Test von Heckenscheren mit Kabel

Heckenscheren - Länger, güns­tiger und sicherer schneiden
© Which / David Murray

Das britische Verbrauchermagazin Which hat Heckenscheren mit Kabel getestet. Drei gute sind auch in Deutsch­land erhältlich: Stihl HSE 71 (rund 250 Euro), Ryobi RHT6160RS (100 Euro) und Einhell GE-EH 6560 (70 Euro). Zu den wenigen Kritik­punkten zählten das Gesamt­gewicht bei Stihl, das recht schwere Sägeblatt bei Ryobi und Vibrationen bei Einhell.

Stan­dard­schere und Lang­stielmodelle im Test

Akku-Heckenscheren eignen sich für die Arbeit fernab jeder Steck­dose und als leise Alternative zu den lauten, stinkenden Heckenscheren mit Benzin­motor. Im Test: 10 Stan­dard­scheren mit einer Schwertlänge von 50 bis 65 Zenti­meter für den Schnitt von Hecken nicht größer als Schulterhöhe, sowie 5 Lang­stiel-Heckenscheren, die dank eines Schaftes zwischen Batteriegriff und Schneid­kopf deutlich höhere Hecken stutzen können. Drei Modelle haben einen Teleskopschaft. Damit können Kleingärtner die Schnitt­höhe im Hand­umdrehen an die Erforder­nisse anpassen – sowohl über Kopf, aber auch in Bodennähe.

Längeres Arbeiten, güns­tiger in der Anschaffung

Positiv: Die Mehr­zahl der Testmodelle bietet eine hohe Schnitt­geschwindig­keit und eine Akku-Lauf­zeit von mehr als 40 Minuten. Drei Geräte halten sogar 80 Minuten pro Ladung durch. Das dürfte für die meisten Hecken reichen. Noch im Vortest 2012 lagen die Akku-Lauf­zeiten nur zwischen einer Viertel­stunde und einer halben Stunde. Und über die Jahre sind die Maschinen auch deutlich billiger geworden: Im Vergleich zu den im Test 2012 ermittelten Preisen sind gute Akku-Heckenscheren nur noch halb so teuer. Die getesteten Scheren kosten zwischen 86 und 585 Euro.

Das bietet Ihnen unser Akku-Heckenscheren-Test

Test­ergeb­nisse.
Unsere Tabelle zeigt Bewertungen der Stiftung Warentest zu 10 Heckenscheren und 5 Lang­stiel-Heckenscheren.
Tipps.
Wir sagen, worauf Sie beim Hecken­schneiden achten sollten, und was Sie zum Thema Akku wissen müssen.
Heft­artikel.
Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf die Testbe­richte aus test 8/17 sowie 9/12 zum Download als PDF.

Buchen- und Thujenhe­cken im Schnitt

Im Test mussten sich die Heckenscheren im Rück­schnitt von zenti­meterdicke Buchenäste bis zum Form­schnitt von zarten Thujen­austrieben bewähren. Etliche Scheren bewältigten diese Aufgaben gut. Insgesamt schnitten sechs Heckenscheren mit dem Qualitäts­urteil gut ab, vier normale und zwei Lang­stiel-Modelle. Andere Geräte im Test zeigten jedoch Schwächen, etwa in Schnitt­qualität, Hand­habung oder Halt­barkeit. Die Prüf­ergeb­nisse reichen von gut bis mangelhaft.

Keine Empfehlung für Gardena

Wenig Spaß macht die Lang­stiel-Maschine von Gardena. Die schneidet fast gar nicht, sondern schiebt schwaches wie stärkeres Schnitt­gut einfach aus der Schere wieder heraus. Jeder Schnitt muss mehr­fach angesetzt werden, sonst passiert nichts. Ausreichend im Schnitt ist hier noch wohl­wollend bewertet. Ein Modell – die Lang­stielschere von Einhell – bewerteten die Tester mit Mangelhaft. Grund: Ihr Getriebe ging im Dauer­test kaputt.

Sichereres Arbeiten mit Lang­stielscheren

Heckenscheren - Länger, güns­tiger und sicherer schneiden
© Stiftung Warentest

Wagemutige schneiden über­manns­hohe Hecken von einer Bock­leiter aus. Doch mit laufendem Messer in luftiger Höhe zu jonglieren ist sehr gefähr­lich. Heckenscheren mit langem Stiel sind daher die bessere Wahl. Dank eines Schaftes zwischen dem unten sitzenden Batteriegriff und dem Schneid­kopf weit oben stutzen sie auch über den Kopf gewachsene Hecken. Die Griff­stangen der Lang­stielscheren messen zwischen 1,4 und 2,5 Meter.

Tipps fürs Schneiden und zum Akku

  • Hecke richtig schneiden. Wenn Sie eine schön dichte, grüne Hecke haben möchten, müssen Sie sie regel­mäßig schneiden. Am besten zweimal im Jahr: Den ersten Schnitt bekommt die Hecke im Februar. So früh im Jahr stehen die jungen Triebe noch nicht im Saft und die Hecke verträgt einen kräftigen Rück­schnitt. Zudem brüten die Vögel noch nicht in der Hecke. Den zweiten – den schwächeren Form­schnitt der grünen Austriebe – gibt es bei Kiefern- und Fichtenhe­cken schon im Mai. Das führt zu attraktiv vielen Seiten­trieben, ansonsten empfiehlt sich der zweite Schnitt erst im Hoch­sommer.
  • Akku gut pflegen. Heckenscheren werden meist nur wenige Male im Jahr genutzt. Deswegen müssen Sie ihren Akku zwischen­zeitlich sachgerecht lagern. Am besten geschieht dies geladen außer­halb der Schere an einem trockenen, kühlen, aber frost­freien Ort – und nicht im Ladegerät. Einzelne entladen sich dort. Vor der Nutzung heißt es: Akku laden. So behandelt, spendet er noch jahre­lang Kraft.
  • Akku mehr­fach nutzen. Praktisch und auch geld­sparend wäre es, den Akku eines Geräts auch bei anderen verwenden zu können, zum Beispiel den Akku für die Heckenschere auch für den Frei­schneider. Das spart Kosten. Die Energiespeicher lassen sich allerdings nicht für Maschinen anderer Marken nutzen. Austausch­bar sind die Akkus nur bei Geräten derselben Marke – aber nicht immer. Lassen Sie sich von Ihrem Händler die Kompatibilität der Akkus und der Ladegeräte für andere Geräte gleicher Marke unbe­dingt bestätigen. Oder nehmen Sie die infrage kommenden Maschinen gleich beim Kauf zum Ausprobieren mit.

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17 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 25.06.2019 um 08:51 Uhr
Produktauswahl

@dietrich53 u.a.: Die jeweils aktuelle Marktlage abzubilden, ist nicht immer ein einfaches Unterfangen. So waren die Anforderungen die Berücksichtigung von Akku-Heckenscheren in klassischer und Teleskopbauart für den privaten Endanwender, unterschiedliche Preissegmente und Vertriebskanäle sowie zumindest teilweise eine exemplarische Modellauswahl, allerdings ohne Eigenmarken der Baumärkte wegen ihrer untergeordneter Marktbedeutung. Den Testsieger der Untersuchung von 2012, die Metabo AHS 36 V, haben wir dieses Mal nicht einbezogen, da die Schere unverändert weiter am Markt erhältlich ist. Statt dessen kamen neue Anbieter wie Ryobi, Greenworks Tools und Worx in die Auswahl, welche auch eine starke Präsenz in den Baumärkten vorweisen. Im Übrigen bestimmen die Marken Bosch, Gardena und Stihl den Markt weitestgehend. Alle anderen Marken bewegen sich in ihrer Marktbedeutung im unteren einstelligen Prozentbereich. Zu guter Letzt wird die Produktauswahl auch durch die vorhandenen Prüfkapazitäten begrenzt. (Bee)

dietrich53 am 21.06.2019 um 14:04 Uhr
sich bedeckt geben ist auch eine Möglichkeit ...

durch Zufall bin ich auf diese drei Kommentare gestoßen und musste wieder feststellen, dass Warentest ~ insbesondere, wenn es um berechtigte Kritik an der Auswahl von getesteten Geräten oder Leistungen geht - sich sehr bedeckt hält - weder darauf eingeht mal wie üblich rechthaberisch oder zumindest in der künftigen Auswahl von Tests etwas ändert.
Test wird nicht müde Hersteller mit s.g. Mogelpackungen an den Pranger zu stellen und damit Ressourcen blockiert, aber auf wichtig machen kann, fragt man sich schon wer da was entscheidet. Wenn ich mal bewerte was WT in den letzten Jahren favorisiert (s. Ein sehr enttäuschender Test!) und man das noch um Lippenstifte, Spülmittel u.Toilettenpapier u.ä., also die "hochwertigen" Konsumgüter ergänzt, bin ich mir sicher dass das von den Stiftungs-Gründern ursächlich anders gemeint war.
Aber auch dieser Kommentar wird nichts bewirken, da man offenbar schon viel zu weit vom „Kunden“/ Leser abgehoben hat – reicht ja wenn man regelmäßig teurer wird.

BernieliebtWärmepumpe am 23.07.2018 um 18:37 Uhr
Kein Metabo????

Ich bin doch sehr überascht, daß ihr ausgerechnet Metabo nicht mit testet, dafür aber viele Billigschrott, dessen schlechte Bewertung abzusehen war!
.
Beruflich nutze ich Stihl-Gerät, privat ein Metabo-Heckenschere, kann also vergleichen.
Mein Testsieger GANZ KLAR Metabo!
-Schlankere Gehäuse an Metabo!
-Metabo ist leichter, trotz 7 cm mehr Schnittlänge!
-Metabo-Akku passen zu ALLEN aktuellen 36 bzw 18 Volt Geräte, zur Not läuft ein 36-Volt-Gerät auch mit ein 18-Volt-Gerät! (selbstverständlich mit entsprechend weniger Leistung)
-Metabo-Akku werden seit Jahren mit selbe Fassung gebaut, so kann ich mein neue Heckenschere mit Akku von Bohrmaschine nehmen, die ich vor knapp 10 Jahren gekauft hatte!! (kenne kein andere Hersteller, der so lange die bestehende Akkufassung an die neue Geräte übernimmt!!)
-Metabo-Akku sind nur so groß, wie es nötig ist, bei Stihl steckt besonders in schwächere Akku's viel Luft drin!!
-Metabo-Akku kosten nur halb so viel
Schnittleistung? Kaum Unterschi

hottex70 am 17.02.2018 um 21:14 Uhr
HSA 56 - 65

Sie bezeichnen die Stihl HSA 56 an einigen Stellen als HSA 65; bitte korrigieren.

charlie62 am 02.08.2017 um 08:41 Uhr
Ein sehr enttäuschender Test!

@EGO: Ihre Argumentation ist nicht schlüssig. Bei Smartphones, Tablets, Fernsehern, Notebooks, Druckern, Kameras usw. scheinen die Testressourcen nahezu unendlich zu sein.
Werden aber alle 10 Jahre einmal Heckenscheren getestet, dann fehlt z.B. mit Metabo einer der führenden Hersteller mit einer der besten Akku-Heckenscheren auf dem Markt.
Ohne Bilder passt der Text zum Test auf E I N E Seite, während die Tests für die Dauerbeschallung der Wohnung ein vielfaches an Umfang haben.
Anscheinend werden die Tests immer mehr durch das Alter und die persönlichen Präferenzen der Tester bestimmt. Wahrscheinlich haben die wenigsten in ihrem Leben jemals eine Hecke geschnitten.
Noch ein Beispiel: Seit 1980 habe ich TEST abonniert und in dieser langen Zeit wurde keine einzige Schneefräse getestet.
Noch vor zehn Jahren hätte ich gelacht, wenn jemand behauptet hätte, im Internet würden sich zu vielen Produkten qualitativ hochwertigere Test finden, als bei der STIFTUNG WARENTEST.Nun nicht mehr