Bluetooth-Laut­sprecher im Test: Die besten Bluetooth-Boxen

Bluetooth-Technik: Von „Laut­sprecher koppeln“ bis MP3

Mit Blaulicht. Das Dauer­licht signalisiert: Die Box ist verbunden.

Kann ich mehrere Laut­sprecher kombinieren? Beherr­schen WLan-Laut­sprecher auch Bluetooth? Was sind die Vorteile von MP3? Das sind nur einige der Fragen, mit denen Leser sich an uns wenden. Hier die Antworten.

Das wichtigste zur Kopp­lung

Wie koppele ich die Bluetooth-Box mit dem Zuspielgerät?

Alle Laut­sprecher im Test lassen sich mit Android- und iOS-Smartphones sowie mit anderen Bluetooth-fähigen Zuspielern manuell koppeln. Und so lässt sich das Handy mit dem Laut­sprecher verbinden:

  • Zuerst schaltet der Nutzer die Bluetooth-Funk­tion am Smartphone ein und drückt die Bluetooth-Taste am Laut­sprecher. Dieser sendet über Funk seinen Namen, den das Smartphone dann im Bluetooth-Menü unter „verfügbare Geräte“ anzeigt.
  • Nach einem Fingertipp auf die Bezeichnung des Laut­sprechers verbindet sich das Smartphone mit ihm – fertig.

Einstel­lungen. In diesem Menü koppeln Sie Funk­laut­sprecher manuell.
Fingertipp. Die Funk­tion NFC einiger Handys koppelt bequem.

Verbinden sich Bluetooth-Laut­sprecher nach der ersten Kopp­lung auto­matisch?

Das wäre komfortabel, klappt aber nicht immer. Immerhin suchen etliche Boxen nach dem Einschalten das zuletzt verbundene Gerät, etwa das Smartphone, und wollen sich mit ihm verbinden. Der Versuch scheitert, wenn dieses inzwischen mit einem anderen Bluetooth-Audio-Gerät wie etwa Kopfhörern verbunden war. Möglicher­weise – Fehler­quelle Nummer 2 – hat sich die Box aber bereits mit dem zuletzt gekoppelten Zuspieler verbunden (etwa dem Tablet) und will nun partout keine Verbindung zum Smartphone. Trennen Sie die Verbindung am auto­matisch gekoppelten Gerät, in diesem Fall also am Tablet.

Wie kann ich mehrere Bluetooth-Laut­sprecher verbinden?

Mit einer App des Boxen-Anbieters. Das Prinzip ist einfach: Man nehme zwei Bluetooth-Laut­sprecher, die passende App und kopple beide Boxen. Der Nutzen: Entweder teilen sich beide Boxen das Stereo­signal, sodass die Musik räumlicher wahr­genommen werden kann, oder sie geben beide das Gleiche wieder – dann hören die Party­gäste hinten im Garten das, was vorn auf der Terrasse auch läuft. Bluetooth hat aber Grenzen: Es können nur Boxen des gleichen Anbieters oder sogar nur identische Boxen verbunden werden.

Was tun, wenn keine Verbindung zustande kommt?

Solche Aussetzer können mehrere Gründe haben. Beispiels­weise eine volle „Merk­liste“: Bluetooth-Boxen merken sich die letzten verbundenen Zuspieler (Smartphone, Tablet, Notebook). Ist die Merk­liste voll, können sich manche Boxen nicht mehr mit einem neuen Gerät verbinden. Die Gebrauchs­anleitung der Bluetooth-Box beschreibt, wie Sie die Merk­liste leeren können. Das geht meist mit einem „Reset“ der Box.

Was bringen Boxen mit NFC?

Die Abkür­zung steht für Nahfeld-Kommunikation (Near Field Communication). Mit dieser Technik verbinden sich Geräte wie Smartphone und Bluetooth-Laut­sprecher ganz unkompliziert. Nutzer müssen nicht extra den Kopp­lungs­modus an der Box anstoßen und in Menüs herum­klicken. Boxen mit dieser Funk­tion tragen das NFC-Symbol. Sobald das Smartphone auf der so markierten Fläche liegt, verbinden sich beide Geräte. Der Nutzer muss sein Gerät nur kurz an eine Kontakt­fläche des Bluetooth-Laut­sprechers halten. Im Display des Smartphones poppt dann umge­hend die Frage auf: Bluetooth-Gerät koppeln? Diese wird mit einem Fingertipp auf „OK“ bejaht und schon läuft die Musik über den Laut­sprecher. Damit wird die Bluetooth-Koppelung noch einfacher.

nach oben

Bluetooth-Boxen im Einsatz

Können Bluetooth-Boxen den Sound von Notebooks aufpeppen?

Ja das können sie. Wie bei Bluetooth üblich, sind beide Geräte schnell gekoppelt: Am Notebook (zum Notebook-Test)wird Bluetooth akti­viert und an der Box der Kopp­lungs­modus gestartet, etwa durch Druck auf die Bluetooth-Taste an der Box. In der Bluetooth-Über­sicht des Notebooks taucht nun der Name der Laut­sprecherbox auf, per Mausklick können die Nutzer beide Geräte einfach koppeln. Dem Notebook-Klang wird das gut tun, denn dessen einge­baute Laut­sprecher können im knapp geschnittenen Computer­gehäuse nur schwer einen guten Klang entwickeln. Je größer die gekoppelte Bluetoothbox ist, desto größer der Gewinn beim Ton.

Wie weit reicht Bluetooth?

Früher konnten Bluetooth-Geräte bis zu zehn Meter über­brücken, heute oft bis 100. Das gilt aber nur für optimale Bedingungen im Freien. Wände – insbesondere feuchte Rigips- und Stahlbetonwände – schränken die Reich­weite deutlich ein. Geräte koppeln sich nicht oder die Verbindung reißt bei der kleinsten Bewegung ab.

Bluetooth oder doch lieber WLan?

WLan ist vor allem für den Einsatz daheim gedacht. Über den heimischen WLan-Router können WLan-fähige Computer oder Media­server Musik zuspielen – auch auf mehrere, in verschiedenen Zimmern verteilte Funk­laut­sprecher. WLan-Laut­sprecher werden wie jedes andere Netz­werk-Gerät mit dem Router verbunden. Das geht entweder über die manuelle Eingabe des WLan-Schlüssels, je nach Router und Modell aber auch per Knopf­druck über WPS (Wi-Fi Protected Setup). Einmal einge­richtet, bleibt die WLan-Verbindung bestehen. Zum Test von WLan-Lautsprechern.

Bluetooth-Boxen eignen sich auch für unterwegs, denn sie verbinden sich direkt mit allen Geräten, die Audio per Bluetooth ausgeben können – zum Beispiel Smartphones, Tablets oder Notebooks. Dafür ist kein WLan-Router oder -Repeater erforderlich. Ein Nachteil: Bluetooth über­trägt Audio nicht unkomprimiert – aus der Sicht audiophiler Zeitgenossen eine Sünde. WLan ermöglicht dagegen auch „Streaming“ mit hoher Qualität.

Verschlechtert Bluetooth-Über­tragung die Musik?

Die von der Stiftung Warentest geprüften Bluetooth-Laut­sprecher klingen bei einer Musik­über­tragung via Bluetooth nicht schlechter als beim Zuspiel von der CD via Kabel. Wie stark die Audiodatei bei der Bluetooth-Über­tragung komprimiert wird, fällt weniger ins Gewicht. Die Tonqualität hängt vor allem von der akustischen Qualität der Laut­sprecher ab. Viele Bluetooth-Boxen über­tragen Musik inzwischen so, wie etwa auf hohe Qualität bedachte Streaming-Dienste sie liefern. Sie komprimieren die Musik dann nicht.

nach oben

Guter Sound und wie wir Sound bewerten

Was ist das Besondere an MP3?

Das Verfahren MP3 ist vor allem deshalb so beliebt, weil es universell ist. Praktisch jedes Gerät kann es abspielen, jeder Streaming­dienst bietet es – selbst wenn parallel klang­lich bessere Formate angeboten werden, etwa für zahlende Kunden. Dieses in Deutsch­land entwickelte Verfahren komprimiert Musik mit mehr oder weniger hörbaren Klang­einbußen. Je höher die Daten­rate ist (etwa 192 kHz statt 48 kHz bei manchen Internet-Radio­stationen), desto weniger fallen Klang­einbußen auf. Selbst bei der schon recht hoch­wertigen Komprimierung des Audio­signals mit 192 kHz schrumpft die Dateigröße im Vergleich zur CD (unkomprimiert) um etwa 85 Prozent.

Sind Bewertungen für den Ton verschiedener Produkt­gruppen vergleich­bar?

Inner­halb eines Tests ja. Unterschiedliche Produkt­gruppen bewertet die Stiftung Warentest aber differenziert. Konkret: Im Vergleich zu einer guten Hifi-Anlage würden Soundbars, WLan-Lautsprecher und Bluetoothboxen wahr­scheinlich deutlich schlechter abschneiden – und trotz deutlicher Klang­unterschiede inner­halb der jeweiligen Produkt­gruppe annähernd gleich schlechte Noten erhalten.

nach oben

Jetzt freischalten

TestBluetooth-Laut­sprecher im Test29.07.2020
3,00 €
Zugriff auf Testergebnisse für 48 Produkte (inkl. PDF).

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7,90 € pro Monat oder 54,90 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben

  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur knapp 5 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 183 Nutzer finden das hilfreich.