Alarm­anlagen zum Selbst­einbau Test

Fünf Sekunden dauert es oft nur, bis bei einem Einbruch­versuch die Sirene laut ertönt. Alternativ funk­tioniert stiller Alarm, bei dem die Anlage ihren Besitzer warnt, zum Beispiel über die App per Push-Benach­richtigung.

Alarm­anlagen zum Selbst­einbau versprechen zusätzliche Sicherheit, erweisen sich aber im Test oft als unzu­verlässig und angreif­bar. Zwei der vier geprüften Modelle schneiden mangelhaft ab. Gefahren drohen durch Hacker­angriffe, durch Sabotage oder weil die Alarm­zentrale offene Fenster ignoriert. Nur eine Do-it-yourself-Anlage ist – unter Vorbehalt – empfehlens­wert. Preise für ein Set mit Kamera, Außensirene, 2 Bewegungs- und 5 Öffnungs­meldern: zwischen 417 und 1 244 Euro.

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TestAlarm­anlagen zum Selbst­einbau25.10.2017
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Basis­schutz schon für wenige hundert Euro

Haus oder Wohnung mit einer Alarm­anlage ausrüsten? Das kann teuer kommen. Professionelle Alarm­anlagen mit hohem Schutz­niveau kosten meist mehrere Tausend Euro – und müssen von Fachleuten einge­baut werden. Eine kostengüns­tige Alternative versprechen einfachere Anlagen zum Selbst­einbau. Sie sind bereits für wenige Hundert Euro erhältlich. Vier solche Modelle haben wir geprüft. Für unser Modell-Einfamilien­haus kosten diese Alarm­systeme – samt Zentrale, Fernbedienung, Sirene, Kamera, zwei Bewegungs­meldern und sechs Öffnungs­sensoren – 417 Euro bis 1 244 Euro.

Selbst­einbau funk­tioniert

Erfreuliches Test­ergebnis: Mit etwas Geschick lässt sich die Do-it-yourself-Technik inner­halb einiger Stunden installieren. Detaillierte Anleitungen und Smartphone-Apps helfen dabei. Anschließend erkennen alle Anlagen typische Einbruch­versuche zuver­lässig und meldeten sie an die irgendwo im Haus angebrachte Zentrale weiter. Die Zentrale lässt dann zum Beispiel auto­matisch die Sirene aufheulen. Alternativ oder ergänzend kann sie auch einen „stillen Alarm“ via Telefon­anruf, SMS oder Push-Benach­richtigung ihrer App senden.

Viel mehr Test und Infos zum Thema Einbruch­schutz

Tür- und Fens­tersicherungen, Tresore, Schließ­zylinder, Über­wachungs­kameras – die Stiftung Warentest hat viele weitere Tests und Infos rund ums Thema Einbruch­schutz für Sie zusammen­gestellt. Eine Über­sicht finden Sie im
Special Einbruchschutz: Unsere Tests und Tipps für Ihre Sicherheit.

Lücken im System

Beim Über­prüfen der Alarm­funk­tion stießen die Tester allerdings auf diverse Schwach­punkte. So warnten zwei Modelle beim Scharf­schalten nicht, wenn Terrassentür oder Fenster offen stehen. Abge­sehen vom Einbruchs­risiko könnte dann ein Wind­stoß einen Fehl­alarm verursachen. Vereinzelt ließen sich auch die Außensirene oder Sensoren klauen, ohne dass Alarm ausgelöst wurde. Schon im Vorgänger-Test waren die Tester auf viele solche Schwächen gestoßen. Wenn Sie den aktuellen Test frei­schalten, erhalten Sie auch das PDF zur Unter­suchung aus test 6/2013.

Schutz vor Brech­eisen, aber nicht vor Hackern

Nur eine der geprüften Anlagen erzielt ein Sehr gut im Prüf­punkt Alarm­funk­tion. Sie alarmiert sehr zuver­lässig, falls der Täter etwa mit dem Brech­eisen atta­ckiert. Aber vor Hacker­angriffen ist sie nur unzu­reichend geschützt. So könnten Angreifer die Zugangs­daten erspähen und so zum Beispiel via Kamera Einblick in die Privatsphäre erlangen. Das test-Qualitäts­urteil lautet daher mangelhaft.

Ein akzeptables Modell

Unterm Strich erweist sich nur eine Anlage als akzeptabel. Ihre Zentrale ist zwar unzu­reichend vor Sabotage geschützt. Aber die Tester geben Empfehlungen, wie sich das Risiko deutlich verringern lässt: Die Zentrale versteckt einbauen und deren Zugangs­bereich mit Bewegungs­melder sichern.

Denken wie der Einbrecher

Tipp der Tester: Bei der Planung sollten sich die Käufer in die Gedanken­welt eines Einbrechers versetzten und über­legen, wo und wie er versuchen würde, in die Wohnung einzudringen. Bereits vor dem Kauf sollten Interes­senten das Know-how unabhängiger Profis nutzen. Unter polizei-beratung.de finden sich Ansprech­partner in der Nähe.

Nutzer­kommentare, die vor dem 25. Oktober gepostet wurden, beziehen sich noch auf die Vorgänger-Unter­suchung aus test 6/2013.

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