Terror in Istanbul Meldung

Türkei-Reise schon gebucht? Angesichts der jüngsten Terror­anschläge zeigen sich viele Reiseanbieter kulant.

Erneut ist die türkische Metro­pole Istanbul Ziel von terroristischen Anschlägen geworden. Dabei sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen oder verletzt worden. Städter­eisende, die einen Urlaub in Istanbul planen oder bereits gebucht haben, sind verunsichert. test.de erklärt, wie sie ihre Reisen in die Stadt am Bosporus stornieren oder umbuchen können.

Auswärtiges Amt rät Reisenden zu besonderer Vorsicht

Wer wegen eines Terror­anschlags am Urlaubs­ort seine Reise kostenlos umbuchen oder stornieren möchte, ist auf die Kulanz des Reiseanbieters angewiesen. Einzelne Terror­anschläge oder Terror­drohungen reichen meist nicht aus, um eine Reise ohne finanzielle Einbußen abzu­sagen. Es sei denn, das Auswärtige Amt gibt eine Reisewarnung für das Urlaubs­ziel heraus. Bisher gibt es keine generelle Reisewarnung für die Türkei. Das Auswärtige Amt rät Reisenden in Istanbul, Ankara und anderen Groß­städten der Türkei jedoch zu erhöhter Vorsicht. Vor allem öffent­liche Plätze, touristische Attraktionen und der öffent­liche Personen­nahverkehr sind gefährdet.

Veranstalter erlauben kostenloses Stornieren oder Umbuchen

Im Hinblick auf geplante Pauschalr­eisen in den kommenden Tagen und Wochen zeigen sich die großen deutschen Veranstalter kulant. Kunden von Thomas Cook (auch Neckermann Reisen und Bucher Reisen), TUI und L‘TUR, die bis zum 31. Juli 2016 nach Istanbul reisen wollten, dürfen kostenlos stornieren oder auf ein anderes Reiseziel umbuchen. Für Kunden von DER Touristik – zu denen Dertour, ITS und ADAC Reisen zählen – gilt dieselbe Frist. Wer seine Reise nach Istanbul ohne einen Veranstalter gebucht hat, muss sich direkt an seine Fluggesell­schaft wenden. Für Reisen in alle übrigen Landes­teile wie etwa die Türkische Riviera gelten die üblichen Stornobedingungen der Veranstalter.

Zwei Reise­versicherer leisten auch bei Terror

Grund­sätzlich sind einzelne Terror­anschläge oder auch die Angst vor Attentaten kein Rück­tritts­grund, der von einer Reiser­ücktritts­versicherung gedeckt ist. Der versicherte Kunde bleibt auf den Storno­kosten sitzen, wenn sein Reiseanbieter keine Kulanz zeigt. Einzelne Versicherer reagieren aber bereits auf die wachsende Angst vor Terror und das Bedürfnis, dann abzu­sagen: Ereignet sich am Urlaubs­ort oder in dessen Umge­bung in den zwei Wochen vor Reiseantritt ein Terror­anschlag, erstattet die Europ Assistance anfallende Storno­kosten, wenn Urlauber nicht mehr ans eins­tige Wunsch­ziel reisen möchten. Auch der ADAC leistet bei einem Terror­anschlag im Urlaubs­ort oder in der Umge­bung. Allerdings nur dann, wenn eine bereits angetretene Reise deswegen abge­brochen wird.

Tipp: Finanztest hat 128 Tarif­varianten für Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherungen getestet. Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Reise­versicherung finden Sie in unseren FAQ Reiseversicherung.

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