Teppichkauf: Fürs Wohnzimmer

Teppichböden Test

Worauf Sie beim Kauf eines Teppichbodens achten sollten.

Beanspruchung: Teppich im Wohnzimmer muss mehr aushalten als im Schlafzimmer. Mit Beanspruchungsklasse 22+ [(1), siehe Symbole] sind Sie überall auf der sicheren Seite. Kunstfaser ist meist strapazierfähiger als Wolle. Wer Katzen hat, sollte auf Schlingenware verzichten, weil Krallen sich nicht damit vertragen.

Komfort: Je dicker und dichter, desto weicher, wärmer, schalldämmender, aber auch umso teurer. Der Komfort ist in Komfortklassen (3) eingruppiert.

Geruch: Riecht ein Teppich im Laden unangenehm, besser Finger weg.

Eignung: Achten Sie auf Symbole für Beanspruchungs- und Komfortklasse, Stuhlrolleneignung (2), Fußbodenheizung (4), Antistatik (5). Fragen Sie, ob sich der Teppich nass reinigen lässt.

Allergie: Laut Deutschem Allergie- und Asthmabund ist in Räumen mit Teppich weniger Feinstaub in der Luft als bei Hartböden. Generell eignen sich für Hausstauballergiker kurzflorige, dichte Veloursböden. Regelmäßig staubsaugen (Test Staubsauger).

Verlegen: Meist reicht loses Verlegen mit Doppelklebeband. Bei sehr großen Flächen und auf Fußbodenheizung kleben. Der Kleber sollte die Bezeichnung „EC1, sehr emissionsarm“ tragen.

Kaufvertrag: Zugesicherte Merkmale des Teppichbodens wie Stuhlrolleneignung, Antistatik oder Mottenschutz dokumentieren, dazu ETG-, GUT-, Artikelnummer, Hersteller und Modell.

Reklamation: Teppich, der länger als zehn Wochen stinkt, reklamieren. Ist keine Einigung mit dem Händler in Sicht, kann eine Geruchsprüfung am Textiles & Flooring Institute (TFI) in Aachen helfen (Tel. 02 41/ 96 79 00). Dafür muss ein A4-großes Stück Teppich eingeschickt werden. Stellt das TFI einen verstärkten Geruch fest, stehen die Chancen für eine Rücknahme gut, vor allem bei Teppichen mit GUT-Signet. Im Fall eines Mangels kostet die Prüfung nichts, sonst 49 Euro. Eventuell kommt der Geruch aber auch vom Kleber.

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