Tennisellbogen Meldung

Mediziner der Universität Amsterdam haben in einer Studie verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung des Tennisellbogens verglichen. Die Niederländer teilten 185 Patienten mit Tennisellbogen in drei Behandlungsgruppen ein:

1. Patienten der ersten Gruppe wurde empfohlen, Überanstrengung und Fehlbelastung zu vermeiden. Ihnen wurden Schmerzmittel und Entzündungshemmer verordnet und ansonsten geraten, abzuwarten.

2. Hier erfolgte eine physikalische Therapie, zum Beispiel mit Ultraschallbehandlung, mit Querfriktion (spezielle Massage) und Dehnungsübungen.

3. In der dritten Gruppe bekamen die Patienten Kortisonspritzen.

Alle Patienten wurden sechs Wochen lang behandelt. Die Wissenschaftler bewerteten nun innerhalb des folgenden Jahres mehrmals den Therapieerfolg.

Direkt nach der Behandlung erwies sich die Injektionstherapie mit Kortison als besonders erfolgreich: 92 Prozent der Patienten gaben hier an, dass ihre Beschwerden völlig beseitigt oder deutlich gebessert waren. Doch der Effekt war nicht von Dauer: Nach einem Jahr waren nur noch 69 Prozent beschwerdefrei. Nach einem Jahr hatte sich die Physiotherapie an die Spitze gesetzt – 91 Prozent der Patienten waren beschwerdefrei. Bei denjenigen, die abgewartet hatten, lag die Erfolgsquote bei immerhin 83 Prozent. Schlussfolgerung der Studie: Patienten sollten über Vor- und Nachteile der Methoden aufgeklärt werden und selbst entscheiden, ob sie eine schnelle oder eine langfristige Beschwerdefreiheit wünschen.

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