Auch wer Vorfahrt hat, kann bei einem Unfall haften, wenn er zu schnell gefahren ist. Ein Auto­fahrer hatte in einer Tempo-30-Zone Vorfahrt und wurde von einem anderen Auto gerammt. Dennoch musste er 25 Prozent des Schadens bezahlen, fast 3 000 Euro. Statt 30 war er 37 bis 45 Stundenkilo­meter gefahren, wie ein Sach­verständiger nach­wies. Zwar wäre er auch bei lang­samerem Tempo in den Unfall verwickelt worden, doch der Schaden wäre dann nied­riger ausgefallen, urteilte das Ober­landes­gericht Frank­furt/Main. Die 20-prozentige Tempo­über­schreitung recht­fertige die Mithaftung (Az. 16 U 213/13).

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