Es gibt wieder Hoffung für einen größeren Wettbewerb im Ortsnetz. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat entschieden, dass die Telekom ihre Ortsnetze für Wettbewerber öffnen muss (Az. 13 B 865/01). Sie muss auch den Zugang zu digitalen Angeboten wie ISDN oder der schnellen Datenleitung ADS gewährleisten.

Zuvor hatte der Branchenriese versucht, die durch die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post verordnete Öffnung gerichtlich zu stoppen.

Wettbewerber können nun von der Telekom eine bestimmte Zahl Verkehrsminuten im Netz kaufen, neue Angebotspakete schnüren und diese Kapazitäten unter eigenem Namen an die Endverbraucher weiterverkaufen. Im Gegensatz zu den Ferngesprächen hat die Telekom ihre marktbeherrschende Stellung im Ortsnetz bislang gehalten. Ihr Marktanteil an den Kurzstreckenverbindungen liegt derzeit bei etwa 97 Prozent.

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