Die Anbieter von Tele­kommunikation sind bisher nicht für Trans­parenz und Kundenfreundlich­keit bekannt. In den allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB) von Telekom, O2 und Co fanden sich in der Vergangenheit oft unzu­lässige Klauseln. Umso erfreulicher ist das Ergebnis einer neuen Prüfung der Stiftung Warentest.

Bei 30 von 31 Anbietern sind die AGB korrekt

Die aktuellen Geschäfts­bedingungen der Anbieter sind weit­gehend korrekt, urteilt unser juristischer Gutachter. Er untersuchte das Klein­gedruckte von 31 Anbietern und fand in 30 der AGB keine oder nur gering­fügige Mängel.

Nur Lebara fällt negativ auf

Die unerfreuliche Ausnahme sind die Geschäfts­bedingungen von Lebara. Sie enthalten deutliche juristische Mängel. So will Lebara eine „Verwaltungs­gebühr“ erheben, wenn Kunden ein Gerät als Gewähr­leistungs­fall einschi­cken, das sich als nicht defekt erweist. In einer anderen Klausel behält sich Lebara vor, einen Dienst zu sperren, nur weil gegen den Kunden „eine Beschwerde erhoben“ wurde. Beides ist unzu­lässig. Etliche andere Klauseln sind ungenau oder unver­ständlich.

Arbeit der Verbraucherzentralen zahlt sich offen­bar aus

Dass die Vertrags­bedingungen der anderen untersuchten Anbieter weit­gehend fehler­frei sind, könnte auch ein Verdienst des Bundes­verbands der Verbraucherzentralen sein: Er hatte mehrere Anbieter wegen unzu­lässiger Klauseln abge­mahnt.

Tipp: Dass die Tele­kommunikations­anbieter an anderer Stelle noch nachbessern müssen, zeigt unser Special Telefontarife: Anbieter missachten Infopflicht.

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