Die Deutsche Telekom darf laut Landgericht Bonn nicht mehr für die Weitervermittlung von ihrer eigenen Auskunft zur Bahnauskunft werben, ohne auf dann anfallende höhere Gebühren hinzuweisen (Az. 11 O 75/02, nicht rechtskräftig). Die Telekom hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.

Die Telekom hatte zwischen Dezember 2001 und März 2002 für die schnelle Weitervermittlung zur Auskunft der Deutschen Bahn über ihre eigene Auskunft geworben. Dass die Gespräche nach der Weiterleitung mit 99 Cent pro Minute erheblich teurer waren als bei einer direkten Anwahl der Bahnauskunft (12,24 Cent pro Minute), wurde in der Werbung nicht erwähnt.

Anrufer hätten nicht damit rechnen können, dass sich das Gespräch nach der Vermittlung verteuere. Dass die Telekom vor dem Weiterleiten auf die Gebühren hinweise, sei nicht maßgeblich. Anrufer könnten in der Situation die Mehrkosten kaum abschätzen, begründete das Landgericht das Urteil.

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