In Baden-Württemberg sorgen Steuerfahnder für Unruhe unter Aktionären der Telekom. Die Sparkassen müssen dort von 30 225 Kunden Daten offen legen, die im Jahr 2000 aus dem zweiten Börsengang der Deutschen Telekom Bonusaktien erhalten haben.

Die Fahnder haben den Verdacht, dass zahlreiche Kunden ihre Bonusaktien nicht versteuert haben. In einer Stichprobe von Steuerpflichtigen hatten lediglich zwei den Bonus in ihrer Steuererklärung angegeben. Dabei hat jüngst der Bundesfinanzhof bestätigt, dass Bonusaktien steuerpflichtiger Kapitalertrag sind (Az. VIII R 70/02).

Die Klage der Landesbank Baden-Württemberg, der Zentralbank der Sparkassen, half nichts. Weil es Anhaltspunkte für Steuerhinterziehung gibt, muss sie Auskünfte erteilen, beschloss das Finanzgericht Baden-Württemberg (Az. 4 V 24/04).

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