Telekom-Aktie Meldung

Mit Telekom-Aktien wagten Millionen Deutsche vor zehn Jahren ihr erstes Aktieninvestment. Heute sind viele enttäuscht. Sie haben jede Menge Geld verloren. Die ersten rosafarbenen Papiere gingen am 18. November 1996 zum Ausgabepreis von 28,50 Mark an die Börse, umgerechnet 14,57 Euro. Kleinanleger wurden mithilfe des aus „Liebling Kreuzberg“ bekannten Schauspielers Manfred Krug (Foto) geworben, der später böse Briefe bekam. Zunächst aber schien sich der Mut der Neubörsianer gelohnt zu haben. Bis auf 103,90 Euro stieg der Wert der Aktie noch nach Ausgabe der zweiten Tranche mit leichten zwischenzeitlichen Rückschlägen bis zum 6. März 2000. Ab dann ging es abwärts, allein in den ersten elf Wochen um 47 Prozent. In einer kurzen Erholungsphase platzierte der Bund seine dritte Tranche für 66,50 Euro, die wieder wegging wie warme Semmeln. Wer an diesem 19. Juni 2000 kaufte, hat seinen Einstandspreis bis heute nicht im Entferntesten wieder heraus. Um die 14 Euro pendelt das Papier derzeit.

Zwei Vorstandschefs der Telekom sind seit ihrem Börsengang schon gegangen. Nach Ron Sommer Mitte 2002 nahm am 13. ­November 2006 dessen Nachfolger Kai-Uwe Ricke den Hut. Für bessere Zahlen soll nun der 43-jährige René Obermann sorgen.

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