Telefonwerbung Meldung

Die Bundesregierung will verschärft gegen verbotene Werbeanrufe bei Privatleuten vorgehen. Die Wirtschaft werde mit dem Problem selbst nicht fertig. Deshalb müsse die Regierung handeln, erklärte Peter Paziorek, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium.

Um zu verhindern, dass Verbraucher durch unerbetene Werbeanrufe belästigt werden, wollen die Politiker den Telemarketing-Firmen verbieten, mit Rufunterdrückung zu arbeiten. Angerufene könnten sich dann die Nummer notieren und leichter gegen die Firma vorgehen.

Im Gespräch ist auch eine Regelung, nach der Verträge nichtig sind, wenn sie aufgrund eines unerbetenen Werbeanrufs geschlossen wurden. Zudem sollen Verbraucherschutzverbände mehr Rechte bekommen. Sie könnten dann unredlich werbende Firmen dazu zwingen, ihre Gewinne aus Kaltanrufen an die Staatskasse abzuführen.

Tipp: Verbraucher, die etwas gegen unerbetene Telefonanrufe unternehmen wollen, sollten sich Datum, Uhrzeit, Firmenname und Name des Anrufers notieren. Hilfreich ist es, wenn sie um schriftliches Infomaterial bitten. Dann lässt sich der Anruf leichter beweisen. Daten und Unterlagen sollten sie an eine Verbraucherzentrale oder den Bundesverband der Verbraucherzentralen schicken. Diese fordern die Firmen auf, die Werbung einzustellen. Wer weitermacht, wird verklagt.

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