Dass Telefonsexangebote sittenwidrig sind, hat der Bundesgerichtshof längst entschieden. Doch über die Folgen streiten sich die Richter: Die Oberlandesgerichte Stuttgart und Düsseldorf urteilten, der Kunde müsse diesen Anteil seiner Telefonrechnung nicht zahlen, da der Vertrag wegen Sittenwidrigkeit nichtig sei (Az. 9 U 252/98 und 20 U 100/98). Konsequenterweise lehnten jetzt Amtsgerichte in Duisburg und Osnabrück eine Zahlunspflicht ab. Anders das OLG Koblenz: Es sieht keinen engen Zusammenhang zwischen dem Bereitstellen der Leitungen und den Sexgesprächen und verdonnerte einen Kunden zur Zahlung (Az. 8 U 970/99). Da muss wohl der Bundesgerichtshof wieder ran.

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