Nutzer von billigen Call-by-Call-Telefonnummern müssen auf der Hut sein, wenn sie ihre Telefonrechnung nicht pünktlich bezahlt haben. Denn die Mahnung der Telekom führt leicht in die Irre und das kann teuer werden.

Seit dem 1. Juli 2001 mahnt die Telekom nämlich nur noch die Telefongebühren, die ihr selbst zustehen. Das „Beschwerdemanagement“ für die Wett­bewerber will sie nicht mehr übernehmen. Wer nach der Mahnung von der Telekom zahlt und den beigefügten Über­weisungsträger benutzt, zahlt also nur einen Teil seiner Rechnung. Er vergisst leicht, dass daneben immer noch die Gebühren der Call-by-Call-Telefonan­bieter offen sind.

Genau das passierte Bert Waldau. Den von der Telekom angemahnten Betrag bezahlte er zwar. Die Forderung der 01058 GmbH in Höhe von 5,88 Euro blieb aber weiter offen. Deren Mahnung hatte Waldau weggeworfen. Waldau glaubte, schuldenfrei zu sein. Dann wurde es teuer: 01058 treibt Schulden über Inkassoanwälte ein. Inklusive Anwaltsgebühren soll Waldau nun 34 Euro bezahlen.

Tipp: Nutzen Sie Billigtelefonnummern, sollten Sie Mahnung und Rechnung vergleichen. Sie müssen den ursprünglichen Betrag überweisen. Wer die Rechnung kürzt, weil er Einwände gegen einzelne Telefonate hat, sollte der Telekom schriftlich mitteilen, für wen das überwiesene Geld bestimmt ist. Sonst wird der gezahlte Betrag gleichmäßig auf die Telefonanbieter verteilt. Dann hat der Kunde bei allen Schulden.

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