Bei Zweifeln an der Höhe der Telefonrechnung muss die Telefon­gesellschaft dem Kunden auf Verlangen einen Einzelverbindungsnachweis und ­einen Bericht über eine technische Überprüfung ­vorlegen. Das entschied unter anderem das Amtsgericht Frankfurt im Fall einer Telekom-Kundin (Az. 31 C 79/05-83).

Die Frau soll in einem Monat für 1 720 Euro telefoniert haben – ­darunter 4 000 Verbindungen zu einem Telekom-Gewinnspiel. Einen Einzelverbindungsnachweis erhielt sie nicht. Ein technischer Fehler sei nicht festgestellt worden, erklärte das Unternehmen. Dem ­Gericht reichte das nicht, es wies die Zahlungsklage gegen die Frau ab: Spätestens 80 Tage nach Versand der Rechnung müsse das Unternehmen im Streitfall den Einzelverbindungsnachweis vorlegen.

In einem anderen Fall urteilte das Amtsgericht München zu Gunsten eines O2-Kunden, der sich einen Rechnungsbetrag von 70,21 Euro nicht erklären konnte (Az. 163 C 40564/04). Er verlangte vom ­Unternehmen einen Bericht über eine technische Überprüfung.

O2 legte den Bericht nicht vor, der Kunde musste nicht zahlen.

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