Die Telekom darf das Restguthaben von Telefonkarten nicht einbehalten, wenn deren Gültigkeitsdauer abgelaufen ist. Das entschied der Bundesgerichtshof nach einer Klage der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg (Az. XI ZR 274/00).

Seit Oktober 1998 enthalten die Telefonkarten der Telekom den Hinweis, dass die Karte nur befristet gültig ist. Nach diesem Zeitraum, der drei Jahre und drei Monate ab Herstellung der Karte umfasst, kann die Karte nicht mehr zum Telefonieren verwendet werden. Das Restguthaben ­ bei noch ungenutzten Karten bis zu 50 Mark ­ sollte verfallen.

Der Bundesgerichtshof stellte jetzt klar, dass die Telekom das Geld nicht behalten kann. Da der Hinweis auf der Karte unwirksam ist, muss sie Kunden Restguthaben erstatten.

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