Ab sofort verpflichtet das Telekommunikationsgesetz (TKG) sehr viel mehr Anbieter von Telefondienstleistungen zu Preisangaben. Bisher mussten nur Betreiber von 0 900er-Rufnummern Anrufern die Kosten nennen. Nun ist die Preisangabe auch für Dienste mit den Startziffern 118 (Auskunft), 0137 (Televoting, Gewinnspiele) 0 180 (verschiedene Angebote) und für die Kurzwahlnummern im Mobilfunk (z. B. Klingeltöne laden) Pflicht.

Die Preise müssen so angesagt werden, das der Kunde noch auflegen kann, bevor Kosten entstehen. In der Schriftwerbung müssen sie gut lesbar und deutlich sichtbar sein. Wenn der Dienst nur per SMS (Klingelton laden) abläuft, ist eine Preismitteilung per Kurzmitteilung (SMS) vorgeschrieben.

Mit dem Telekommunikationsgesetz treten auch neue Preisobergrenzen in Kraft. Statt bisher 2 Euro pro Minute können die 0 900-Anbieter jetzt bis zu ­3 Euro pro Minute kassieren. Ist der Dienst zeitunabhängig, bleibt die Grenze bei 3 Euro pro Verbindung.

Das TKG regelt, dass der Kunde die Gebühren nicht zahlen muss, wenn der Anbieter seine Pflicht zur Preisangabe oder die Preisobergrenze nicht eingehalten hat.

Tipp: Eine Übersicht über die neuen Regelungen gibt es unter www.bundesnetzagentur.de (> Verbraucher).

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