Telefonieren Meldung

Exemplarisch der Fall einer allein erziehenden Mutter in Berlin: Sie hat der regionalen Telefongesellschaft Berlikomm runde 18.000 Mark zu zahlen. Die Kosten waren durch ein Wählprogramm im Internet aufgelaufen, weil die Telefongesellschaft monatelang keine Rechnung stellte. Vor diesen "Dialer-Programmen" warnten wir mehrfach. Unsere Forderungen an die Telefongesellschaften lauten:

- Akzeptieren Sie den Wunsch, die Monatsrechnung zu begrenzen.

- Setzen Sie, wie im Mobilfunk und bei EWE TEL sowie NetCologne üblich, Überwachungsprogramme ein, die bei explodierenden Kosten Alarm geben.

Seit acht Monaten ist die Telekommunikations-Kundenschutzverordnung (TKV) in Kraft. Laut Paragraph 18 kann der Kunde seiner Telefongesellschaft vorgeben, bis zu welcher Höhe er ihre Leistungen monatlich in Anspruch nehmen will. Die Praxis: Deutsche Telekom, Mannesmann Arcor, aber auch Berlikomm nutzen das juristische "Schlupfloch" Gebührenimpuls, wie eine stichprobenartige Umfrage von test ergab. Ihr Argument: Da jeder Kunde anhand des Gebührenimpulses selbst die Höhe der Rechnung kontrollieren könne, sei dem Gesetz Genüge getan. Aber nicht jeder hat ein Telefon mit Gebührenkonto, und über den Internetzugang entstehende Kosten werden so nicht erfasst. Wann bessert der Gesetzgeber nach?

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