Mobilfunkbetreiber wollen das Handy als vollständigen Ersatz für den Festnetzanschluss etablieren. Nicht ohne Erfolg: Im EU-Durchschnitt hat fast ein Fünftel der Haushalte nur Mobiltelefone und keinen Festnetzanschluss, meldet Eurostat, das Statistische Amt der EU. Am verbreitetsten ist dies in Litauen (48 Prozent), der Tschechischen Republik (42) und Lettland (40 Prozent). Der Anteil ist in osteuropäischen Ländern hoch, weil Festnetzanschlüsse dort nie so allgegenwärtig waren wie bei uns. In Deutschland sind bisher nur 11 Prozent der Haushalte ganz aufs Handy umgestiegen. Das lohnt sich auch nur für bestimmte Zielgruppen wie Singles oder Vielreisende. Wer daheim nur sehr wenig telefoniert, kann Billig-Handytarife von simyo oder blau.de nutzen. O2, T-Mobile und Vodafone bieten Verträge an, mit denen man in einer Zone um die Wohnung herum zu festnetzähnlichen Tarifen telefoniert und unter einer Festnetznummer erreichbar ist. Nachteil beider Varianten: Schnelles Internet ist entweder nicht möglich oder sehr teuer – hier rechnet sich eher ein DSL-Anschluss über das herkömmliche Telefonnetz.

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