Telefondienste Meldung

Seit 1. September gibt es einen besseren Schutz vor SMS-Abzockern. Die Anbieter können Verbrauchern nun nicht mehr Schnickschnack wie Klingeltöne, Wetter- oder Börseninformationen als ungewolltes Abo unterjubeln. Verträge per „Premium-SMS“ gelten jetzt nur noch, wenn der Kunde selbst eine SMS als Vertragsschluss ab­geschickt hat. Vorher muss der Anbieter ihn über alle wichtigen Punkte informieren.

Telefonische Auskunftsdienste, die meist mit 118 beginnen, müssen jetzt den Minutenpreis vorher ansagen, ebenso neuartige Dienste mit 012-­Nummern – allerdings nur bei Minutenpreisen ab zwei Euro. Außerdem muss die Preisansage kostenlos sein, sodass der Kunde noch rechtzeitig auflegen kann. Bei 0137-Nummern erfolgt die Preisangabe am Ende des Telefonats. Das soll davon abhalten, bei Gewinn- und Ratespielen ständig die Wahlwiederholungstaste zu drücken. Für alle Dienste gilt: Bleibt die Preisansage aus, muss der Kunde gar nicht zahlen.

Achtung. Bei teuren 0900-Nummern müssen die Anbieter schon lange die Preise nennen. Sie dürfen jetzt bis zu drei Euro pro Minute verlangen. Bisher waren es maximal zwei Euro.

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