Telefonauskunft Meldung

Die Auskunft darf jetzt anhand der Telefonnummer Adresse und Namen ermitteln.

Viele werden in ihrer Telefonrechnung den Hinweis der Deutschen Telekom zum neuen Auskunftsservice überlesen haben. Dabei hat der Service Folgen: Jetzt können nämlich Fremde allein anhand der Telefonnummer Name und Adresse des Anschlusskunden bei einer Telefonauskunft erfragen. Bislang erhielten sie nur Auskunft über Rufnummer und Adresse des Teilnehmers, wenn sie seinen Namen wussten.

Diese Rückwärtssuche, im Fachjargon „Inverssuche“ genannt, erlaubt das neue Telekommunikationsgesetz. Die Kunden können jedoch der Inverssuche ­widersprechen. Dann bleiben sie weiter anonym. Wer sich ohnehin nicht ins ­Telefonverzeichnis hat eintragen lassen, wird auch nicht für die inverse Suche freigeschaltet.

Auskünfte per Inverssuche dürfen auch andere Anbieter von Telefonauskünften erteilen. Das ist aber nur erlaubt, wenn der Kunde im Telefonbuch oder in einem öffentlichen elektronischen Kundenverzeichnis eingetragen ist und keinen Widerspruch gegen die inverse Suche eingelegt hat. Der Diensteanbieter, meist die Telekom, muss ihn auf sein Widerspruchsrecht hingewiesen haben.

Tipp: Wer nicht jedermann seinen Namen und seine Adresse preisgeben will, sollte der Inverssuche widersprechen. Dazu hat die Telekom eine spezielle Rufnummer unter 0 13 75/10 33 00 (12 Cent pro Anruf) eingerichtet. Hier wird der Widerspruch automatisch erfasst. Sie können auch per Brief oder per Fax (Adresse auf der Telefonrechnung) jederzeit widersprechen.

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