Telefonauskunft Meldung

1 1 8 - bis in die 80er Jahre handelte die Telefonauskunft nach dem Motto: „Fragen kostet nichts“. Die Zeiten sind lange vorbei. Inzwischen gibts Konkurrenz. Und die belebt das Geschäft: Der Auskunftsuchende muss zahlen. Für ein 2-Minuten-Anruf werden da schnell mehr als 1,50 Euro fällig. Doch es geht auch billiger. Die Preisunterschiede der Auskunftsanbieter sind enorm.

Wertvolle Auskünfte

Am Anfang war die Telekom. Dann kam die Mobilcom. Und viele weitere Anbieter. Dennoch greifen nach wie vor viele zum Hörer und tippen die Nummer, ohne vorher eine günstige Verbindung zu wählen. Ähnlich verhalten sich Telefonwillige, die noch nicht die Nummer des potenziellen Gesprächspartners kennen. Sie fragen erst einmal bei der Telekom-Auskunft nach: 11 8 33. Die Nummer ist allgegenwärtig: zum Beispiel als zusätzliche Taste auf Telefongeräten der Telekom. Und in vielen Fällen ist diese Auskunft teurer als die eher unbekannten Anbieter. Auskünfte, die nur eine halbe Minute dauern, gibts bei dtms oder klicktel billiger. Für das schnelle Gespräch mit dem Fräulein vom Amt bezahlt der Anrufer circa zehn Cent weniger als bei der Telekom.

Schnelle Nummer

Aber nicht immer. Keiner der rund ein Dutzend Anbieter ist in jedem Fall der günstigste. Bei welchem Anbieter der Anrufer spart, hängt davon ab, wie lange er braucht, um den freundlichen Menschen aus dem Call-Center die unbekannte Nummer zu entlocken. Mit richtig buchstabiertem Namen und exakter Adresse ist es durchaus möglich, die gewünschte Nummer innerhalb einer halben Minute zu bekommen. Ein kurzes Frage-Antwort-Spiel bei dtms kostet 61 Cent, bei 11 8 83 Telecom dagegen mit 1,10 Euro fast das Doppelte. Kann ein Anrufer vorher abschätzen, dass er nicht lange braucht, dann lohnt sich die gezielte Wahl auf jeden Fall.

Mit dt, Doppel-t oder einfachem t?

Die Mitarbeiter der Auskünfte finden nur Einträge, die ihr Computer auch wirklich in seiner Datenbank hat. Und diese sind eindeutig einem Namen zugeordnet. Eine Suche nach „Schmidt“ und eine nach „Schmitt“ in der Datenbank ist schon zwei Mal Suchen und dauert doppelt so lange. Unkenntnis bei der Schreibung des Namens kostet also Geld. Unsichere sollten daher Auskünfte wie Arcor oder Auskunft 24 aussuchen. Die verlangen für Zwei-Minuten-Gespräche am wenigsten. Die Preisdifferenz zwischen einzelnen Anbietern kann hier bis zu knapp einem Euro betragen.

Grundsätzlich gilt für Auskünfte: Der Preis für eine Auskunft wird meistens aus einem einmaligen Verbindungspreis plus einem zeitabhängigen Preis je Takt errechnet. Der Takt ist bei den Anbietern sehr unterschiedlich. Zum Beispiel rechnet Arcor sekundengenau ab, Mobilcom dagegen immer jede angefangene Minute voll.

Selbst wählen...

Alle Anbieter haben drei Gemeinsamkeiten: Erstens ist der Anfang der Nummer immer derselbe: 1 1 8. Zweitens greifen sie alle auf die Daten der Deutschen Telekom zu. Und drittens sind bei allen Elfachtern die menschlichen Suchmaschinen freundlich, kompetent und treffsicher. Der Preisunterschied ist also das einzige Kriterium für die Wahl des Anbieters. Doch Vorsicht bei Aufdringlichkeit: Wenn direkt an die herausgefundene Nummer weitervermittelt wird, dann kostet das anschließende Gespräch zum Beispiel bei der Mobilcom pro Minute 30 Cent.

... und selbst suchen

Wer die Auskunftgebühren umgehen will, geht am besten ins Internet. Die Telekom bietet wie auch andere Anbieter die Möglichkeit, die Nummer auf ihrer Homepage selbst zu suchen. Das Angebot der Telekom ist kostenfrei. Es fallen lediglich Online-Gebühren an. Besonders praktisch ist diese Nummernsuche, wenn der angeschaltete Computer neben dem Telefon steht, ein ISDN-Anschluss oder gar eine Flatrate vorhanden ist.

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