Obwohl ungebetene Werbeanrufe verboten sind, halten sich viele Firmen und ihre Callcenter nicht daran und gehen Privatleuten jetzt sogar mit Wählprogrammen auf die Nerven. Um die Callcenter auszulasten, rufen diese „predic­tive dialer“ eine Vielzahl von Menschen gleichzeitig an. Der erste, der ran geht, wird mit einem Werbemitarbeiter verbunden. Bei den anderen verstummt das Telefon.

Die Folge: Bei manchen Menschen klingelt es täglich bis zu 70 Mal. Das teilt die Bundesnetzagentur mit, die bereits die ersten Rufnummern von Anbietern ab­geschaltet hat. Der Einsatz der Anrufmaschinen ist nach Auffassung der Behörde rechtswidrig. Doch selbst die Deutsche Telekom nutzt nach Behördenerkenntnissen die nervigen Maschinen.

Tipp: Informieren Sie die Bundesnetzagentur, wenn ständige Anrufe nerven. Sie hält unter www.bundesnetzagentur.de ein Meldeformular bereit und informiert über die Hotline 0 291/99 55 206. Ein Werbeanruf ohne Einwilligung ist kein Kavaliersdelikt. Er wird mit Geldbußen bis zu 50 000 Euro geahndet. Unterdrückt der Werber zudem verbotenerweise seine Nummer und wird er dennoch ermittelt, wird es noch teurer.

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