Telefon und Internet Meldung

Bei Festnetz- und Internetanschlüssen sind Mindestvertragslaufzeiten von zwei Jahren sehr verbreitet. Das kann zum Problem werden, wenn der Kunde umzieht. Denn anders als viele annehmen, kann er auch in so einem Fall nicht einfach kündigen. Selbst wenn der Anbieter am neuen Wohnort die gebuchte Leistung gar nicht erbringen kann, etwa weil er dort kein DSL-Netz hat, rechtfertigt das nach derzeitiger Rechtsprechung noch keine außerordentliche Kündigung. Viele Anbieter entlassen ihre Kunden gegen eine Einmalzahlung, meist zwischen 70 und 100 Euro, aus dem Vertrag. Nur wenige, wie etwa Alice, geben an, den Vertrag aus Kulanz kostenlos zu beenden. Kann der Anbieter einen gleichwertigen Anschluss am neuen Wohnort bereitstellen, lassen viele den bestehenden Vertrag einfach weiterlaufen. Andere, darunter Vodafone und die Deutsche Telekom, gehen davon aus, dass mit dem Umzug die Mindestvertragslaufzeit neu beginnt. Gegen diese Praxis geht der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) derzeit gerichtlich vor.

Tipp: Schließen Sie keinen längerfristigen Vertrag ab, wenn abzusehen ist, dass Sie bald umziehen. Einige Anbieter wie 11, Alice oder congstar bieten monatlich kündbare Verträge an.

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