Das heimliche Mithörenlassen eines Telefongesprächs über Lautsprecher oder Freisprecheinrichtungen ist verboten. Dementsprechend hat das Bundesverfassungsgericht in gleich zwei Fällen entschieden, dass die Aussagen der Mithörer über den Inhalt eines Telefonats in einem Gerichtsverfahren nicht verwertet werden dürfen. Bislang kam es immer wieder vor, dass Gerichte solche Aussagen als Beweismittel zuließen. Damit ist nun Schluss. Mithörenlassen ohne Zustimmung des Gesprächspartners kann nur ausnahmsweise zulässig sein, etwa wenn es um Notwehr oder die Aufklärung schwerer Straftaten geht (Az. 1 BvR 1611/96 und 1 BvR 805/98).

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