Wer heimlich ein Telefonat aufzeichnet, verletzt das Persönlichkeitsrecht des Gesprächspartners. Trotzdem kann das Gesagte in einem Rechtsstreit berücksichtigt werden.

Das entschied das Bundesverfassungsgericht im Fall eines Arztes, der ein Gespräch mit seiner Klinik aufgezeichnet hatte. Als es später vor dem Arbeitsgericht aus anderen Gründen um die Kündigung des Arztes ging, nutzte dieser den Mitschnitt als Gedächtnisstütze. Zu Recht, meinte das Gericht. Lediglich das Band selbst hätte nicht als Beweismittel benutzt werden dürfen, die damit aufgefrischte Aussage aber schon (Az. 1 BvR 304/01).

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