Teldafax Meldung

Die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt gegen den Stromanbieter Teldafax wegen möglicher Insolvenzverschleppung. Ein Netzbetreiber aus Nordrhein-Westfalen (NRW) hatte Teldafax wegen offener Rechnungen den Rahmenvertrag gekündigt. Nun ist die Rechnung beglichen und ein neuer Vertrag aufgesetzt. Die Bundesnetzagentur prüft ebenso die Geschäftspraktiken des Strom- und Gasanbieters.

Netzbetreiber kündigt

Der Netzbetreiber Enervie AssetNetWork in Lüdenscheid in NRW hatte den Rahmenvertrag mit Teldafax wegen einer offenen Rechnung gekündigt und davon 3 000 potenziell betroffene Kunden in der Region informiert. Inzwischen hat Teldafax die offenen Netzentgelte beglichen. Nun wird nach Aussage von Enervie AssetNetWork ein neuer Rahmenvertrag mit Teldafax geschlossen. Auch ohne neuen Vertrag wären die Teldafax-Kunden in der Region nicht ohne Strom geblieben. Sie hätten dann aber für ihren Strom den teureren Grundversorgung-Tarif zahlen müssen.

Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt

Inzwischen hat sich die Staatsanwaltschaft Bonn eingeschaltet. Sie ermittelt gegen Teldafax wegen möglicher Insolvenzverschleppung, wie ein Sprecher test.de bestätigte. Der Stromversorger hat Hinweise auf drohende Liefer-Schwierigkeiten zurückgewiesen und seine rund 800 000 Kunden beruhigt.
Tipp: Wenn Sie Teldafax-Kunde in Lüdenscheid und Umgebung sind, sollten Sie sich von dem Unternehmen vorsorglich die zuverlässige Weiterbelieferung über den 1. März 2011 hinaus schriftlich bestätigen lassen.

Bundesnetzagentur prüft

Die Bundesnetzagentur prüft seit diesem Monat die Geschäftspraktiken des Strom- und Gasanbieters Teldafax. Auf Grund von Kundenbeschwerden über Teldafax habe die Bundesnetzagentur ein Verfahren gegen die Energie- und die Marketingtochter von Teldafax eingeleitet.

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